Von der Schweinsbratenkruste bis zur Verschwefelung von Wein

MÜNCHEN - Sieben Abiturienten mit Preis des Bayerischen Clubs für hervorragende Seminararbeiten ausgezeichnet. Landtagspräsidentin Barbara Stamm: „Hervorragende Arbeiten zeugen von hohem Fachinteresse“ – Kultusminister Ludwig Spaenle: „Beeindruckende Leistungen stehen für hohe Qualität des
bayerischen Gymnasiums in seiner ganzen fachlichen Breite“

Sieben bayerische Abiturientinnen und Abiturienten des Jahres 2015
sind heute in München für ihre hervorragenden Seminararbeiten mit bayerischem
Bezug mit dem Preis des Bayerischen Clubs ausgezeichnet worden. Die
Auszeichnung wurde ihnen durch Prof. Albert Scharf, den Sprecher des
Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur, überreicht. Als
Landessieger wurde Felix Wütherich vom Christoph-Probst-Gymnasium Gilching
ausgezeichnet, der im Fach Chemie untersucht hatte, wie eine
Schweinsbratenkruste aus naturwissenschaftlicher Sicht gelingen kann.
Landtagspräsidentin Barbara Stamm und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle
gratulierten den Preisträgern als Festredner im Rahmen der Veranstaltung im
Bayerischen Landtag.

Landtagspräsidentin Barbara Stamm: „Die jungen Autorinnen und Autoren
machen dem Prädikat der Hochschulreife alle Ehre. Das wissenschaftliche
Niveau, auf dem sie sich bewegen, ist beachtlich, ebenso die Auswahl der
Themen, für die sie sich entschieden haben. Die Schülerinnen und Schüler
werfen damit Schlaglichter auf Aspekte bayerischer Geschichte, Gegenwart und
Kultur, die unserer Aufmerksamkeit sonst vielleicht entgehen würden. Die
hervorragenden Arbeiten zeugen von dem hohen Fachinteresse der jungen
Menschen in Bayern und der Bereitschaft, sich in Themen richtig hineinzuknien.“
Kultusminister Ludwig Spaenle: „Die beeindruckenden Arbeiten präsentieren ein
breites Themen- und Fächerspektrum – von Geschichte über Chemie bis zur
Geographie. Die hervorragenden Leistungen stehen dabei stellvertretend für die
hohe Qualität des bayerischen Gymnasiums in seiner ganzen fachlichen Breite.
Mich persönlich begeistern an den Arbeiten sowohl der starke Bezug zur
bayerischen Geschichte und Kultur als auch die Auseinandersetzung mit
kleinräumigen, regionalen Themen. Die intensive Auseinandersetzung mit den
Themen zeigt ganz deutlich, dass die Verfasser Freude am entdeckenden Lernen
sowie am Forschen haben.“

Der Preis des Bayerischen Clubs zur Förderung der bayerischen Kultur wird seit
dem Jahr 2000 an Abiturientinnen und Abiturienten für herausragende schriftliche
Seminararbeiten zu Themen zur bayerischen Geschichte, Gegenwart und Kultur
vergeben. Die Auswahl erfolgt gemeinsam durch Kultusministerium und
Bayerischen Club. Die Verleihung der Preise findet traditionsgemäß im
Maximilianeum statt, das König Maximilian II. für die klügsten jungen Menschen
seiner Zeit erbauen ließ.

Der Landessieger 2015:
Felix Wütherich,Wie gelingt eine Schweinebratenkruste aus naturwissenschaftlicher Sicht? (Leitfach: Chemie), Christoph-Probst-Gymnasium Gilching

Die weiteren Preisträger des Jahres 2015:
Katharina Biebl,Zerstörung und Wiederaufbau der Waldkirchner Pfarrkirche St.
Peter und Paul 1945 – 1948 (Leitfach: Geschichte), Johannes-GutenbergGymnasium Waldkirchen

Marco Bretzigheimer,Vergleich der Schwefelung von Rotwein und Weißwein
(Leitfach: Chemie), Johannes-Butzbach-Gymnasium Miltenberg

Hannah Endres, Der Umgang mit Infektionskrankheiten während des Ersten
Weltkriegs am räumlichen Beispiel Augsburg (Leitfach: Geschichte), Gymnasium
bei St. Anna Augsburg

Alexander Heiß,Stromerzeugung durch erneuerbare Energien in Zeiten des
Klimawandels – aufgezeigt am Regionalbeispiel der Stadt Schwabach (Leitfach:
Geographie), Adam-Kraft-Gymnasium Schwabach

Maximilian Niebler,Der Nationalsozialismus innerhalb dörflicher Strukturen am
Beispiel der Region Parsberg (Leitfach: Geschichte), Musikgymnasium der
Regensburger Domspatzen

Julia Sturm, Die Mahnmale zum Todesmarsch aus dem KZ Dachau und dessen
Außenlagern (Leitfach: Geschichte), Lise-Meitner-Gymnasium Unterhaching

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, München
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