Auszubildende in der Pflege sollen mehr verdienen

Patienten- und Pflegebeauftragter Hermann Imhof MdL
In Bayern steigt die Zahl der pflegebedürftigen Menschen stetig. Dementsprechend wächst auch der Bedarf an qualifizierten Pflegekräften. Leider entscheiden sich derzeit noch zu wenig junge Menschen für eine Ausbildung in den Pflegeberufen. Einer der Gründe hierfür ist die relativ schlechte Bezahlung. Teilweise liegt das Brutto-Ausbildungsgehalt bei gerade einmal 300 Euro.

Der Patienten- und Pflegebeauftragte der Bayerischen Staatsregierung Hermann Imhof hatte deshalb bereits vor zwei Jahren Vertreter der Arbeitgebervereinigungen, der Gewerkschaften und der kommunalen Spitzenverbände nach Nürnberg zu einem Expertenhearing eingeladen, um mit ihnen nach Lösungen für eine bessere Bezahlung der bayerischen Pflegekräfte zu suchen.

Eines der Ergebnisse des von Imhof initiierten Treffens war der Entschluss einiger Teilnehmer, gemeinsam auszuloten, ob ein allgemeinverbindlicher Tarifvertrag für Auszubildende in der Altenpflege realisierbar ist. Imhof hatte solch einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag in die Debatte eingebracht.

Nach intensiven Verhandlungen stellten in der vergangenen Woche Vertreter des Bayerischen Roten Kreuzes, der Arbeiterwohlfahrt und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft gemeinsam mit Imhof in Nürnberg einen Entwurf vor, der nun beim bayerischen Sozialministerium eingereicht wird. Die kirchlichen Wohlfahrtsverbände haben bereits ihre Bereitschaft signalisiert, ihre Tarife entsprechend anpassen.

Hermann Imhof begrüßt den gemeinsamen Vorschlag von BRK, verdi und AWO: "Das ist ein wichtiges Etappenziel und ein starkes Signal an alle, die sich für einen Pflegeberuf entscheiden wollen. Es freut mich, wenn ich einen Impuls zu dieser Einigung geben konnte."
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