Kulturhauptstadt Dresden

Im Jahr 2010 war es an Deutschland, zum zweiten Mal nach 1999 die "Kulturhauptstadt Europas" zu stellen. Dresden ist es nicht geworden, sondern die größte Stadt des Ruhrgebiets. Die Elbmetropole gehörte gar nicht zu den Bewerbern.
Wer aber gegenwärtig die Kulturhauptstadt Deutschlands ist, darüber wird heiß gestritten. Ist es München oder Berlin? Vielleicht doch wieder Essen? Die Antworten sind so vielfältig wie die Meinungen. Jeder favorisiert eine andere Stadt, nur dass sich das Ergebnis auf 5-6 deutsche Städte verdichtet hat. Selbst Stuttgart ist 2012 neu in den Focus geraten.
Aber in einem sind sich alle einig: Dresden – das barocke "Elbflorenz" – ist einmalig! Laut einer aktuellen Internet-Umfrage, welche "die wahre Kulturhauptstadt" Deutschlands ist, war Dresden nicht nur eine der beliebtesten Städte, sondern in Sachen Kultur ist die Kulturhauptstadt Dresden ganz vorne!

Historisches

Dresden wurde erstmals 1206 urkundlich erwähnt und entwickelte sich über die sächsisch-kurfürstliche Residenzstadt bis zur Hauptstadt des späteren Königreichs Sachsen.
1685 brannte das alte Dresden komplett ab, und es dauerte fast 50 Jahre, bis es wieder neu aufgebaut war. 1732 war die "Neue kurfürstlich-königliche Stadt" unter Kurfürst Friedrich August I., genannt "August der Starke" (1670-1733) vollendet worden. Durch rege Bautätigkeit und seine ausgeprägte Sammelleidenschaft kam die Residenzstadt künstlerisch und städtebaulich zu ihrer typisch barocken Prachtentfaltung, durch welche sie ihre hohe kulturelle Bedeutung gewonnen hat, die Dresden bis in die Gegenwart aufweist.
Im Jahre 1841 wurde die Sächsische Staatsoper Dresden gegründet. Das zweite Opernhaus ist ab 1878 von Gottfried Semper am jetzigen Standort, dem Theaterplatz, im Stil des Historismus und Klassizismus gebaut worden. Im Laufe seiner Geschichte wurde das Haus zweimal zerstört und zuletzt in seiner heutigen Pracht wieder aufgebaut. Seitdem trägt das weltberühmte Bauwerk den Namen "Semperoper".

"Feuersturm"

Im Februar 1945 wurde die prachtvolle Elbmetropole durch den "Feuersturm" alliierter Bomber im Krieg gegen Nazi-Deutschland nahezu gänzlich zerstört. Erst viele Jahre danach wurde versucht, die meisten historischen Gebäude zu rekonstruieren und neu aufzubauen. Viele prägen seitdem wieder das Stadtbild, so dass sie wieder von Millionen Touristen aus aller Welt besucht werden können.
Ein Wahrzeichen der Stadt ist die im 2. Weltkrieg zerstörte Frauenkirche. Seit der Fertigstellung ihres Wiederaufbaus im Jahr 2005 wird der Sakralbau als Mahnmal und weltweites Symbol für Frieden und Versöhnung verstanden.

"Die Sixtinische Madonna"

Die Kulturhauptstadt Dresden ist heute wieder eine Stadt der Kultur von höchstem internationalen Rang. Bis 2009 gehörte Dresden und das Elbtal bekanntlich zu den wichtigsten Weltkulturerbestätten der UNESCO. In Dresden befinden sich kostbare Kunstsammlungen jeder Art und zahlreiche bedeutende Bauwerke und Architekturdenkmäler aus verschiedenen Stilepochen. Im Bereich Musik und Kultur verfügt die Stadt über weltbekannte Chöre und Orchester.
Semperoper, Frauenkirche, der "Zwinger" und das "Grüne Gewölbe" sind nur einige Highlights für Besucher und Kulturinteressierte. In Dresden gibt es mehr als 50 Galerien, 45 Museen sowie 36 Theater und Bühnen. Das Angebot ist vergleichbar mit dem großer europäischer Kunstmetropolen und lässt den Beinamen "Elbflorenz" durchaus berechtigt erscheinen, was hunderttausende von Touristen jedes Jahr bestätigen.

Die meisten Besucher aber wollen das berühmteste Exponat aller Gemäldegalerien sehen: "Die Sixtinische Madonna" von Raffael (1512/13). Es hängt - gemalt als Altarbild - wie ein überdimensionales Heiligtum in der Galerie "Alte Meister" im Semperbau des Zwingers.

Autor:

Jürgen Wächter aus Bayern

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