Lesen und Schreiben: Schlüssel zur Welt der Literatur

Erlangen. Das 35. Erlanger Poetenfest vom 27. bis 30. August 2015 stellt dem Lesepublikum im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse literarische Neuerscheinungen vor. Zu diesem Ereignis darf nicht übersehen werden: Für 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland bleibt die Welt der Bücher verschlossen. Sie können nicht richtig lesen und schreiben.

Die Kampagne „Lesen & Schreiben – Mein Schlüssel zur Welt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung informiert die Öffentlichkeit über Angebote, die Betroffenen helfen können.Ein gutes Buch aufschlagen und in fremde Welten abtauchen – für 7,5 Millionen Menschen in Deutschland ist das unmöglich. Einen zusammenhängenden Text lesenoder schreiben können sie nicht. Dieses Phänomen wird „funktionaler Analphabetismus“ genannt. Bundesweit sind rund 14 Prozent der erwerbsfähigen Bevölkerung davon betroffen. Mit der Kampagne „Lesen & Schreiben – Mein Schlüssel zur Welt“ macht das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf Hilfsangebote aufmerksam. Für den erfolgreichen Kinder- und Jugendbuchautor Tim-Thilo Fellmer hat sich mit dem Lernen der Schriftsprache eine ganz neue Welt, die Welt der Bücher, eröffnet.

Erst im Erwachsenenalter lernte der 47-Jährige Lesen und Schreiben. „Ich war begeistert, als ich in Bildungskursen erfahren konnte, Literatur zu erleben“, beschreibt Fellmer. Seine Begeisterung für das Lesen möchte er in seinen Kinderbüchern schon an die Jüngsten weitergeben. Zusätzlich will er betroffenen Erwachsenen Mut machen. Denn die Erfahrung des Autors zeigt: Es ist nie zu spät, lesen und schreiben zu lernen. Damit noch mehr Menschen Zugang zur geschriebenen Sprache finden, informiert das Bundesministerium für Bildung und Forschung auf dem Serviceportal www.meinschlüssel-zur-welt.de über funktionalen Analphabetismus. Die Online-Plattform ist eine Anlaufstelle für Menschen, die Betroffene im privaten oder beruflichen Umfeld vermuten.

Telefonische Auskunft erhalten Menschen mit Lese- oder Schreibschwierigkeiten zudem kostenfrei unter 0800 - 53 33 44 55.

Quelle: Bundesministeriums für Bildung und Forschung Berlin
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