Naturdetektive Burgthann mit Jägern auf spannender Entdeckungstour

Mimberg/Burgthann - Der Herbst bietet mit seinen vielseitigen bunten Facetten jede Menge Faszinierendes zu entdecken - so auch für die Naturdetektive Burgthann, die gemeinsam mit den Jägern Michael Kraus, sowie Dr. Kathrin und Stefan Koll vom Jagdschutz- und Jägerverein Nürnberg-Land e.V. einen spannenden Ausflug in den Wald erleben durften. Am Bahnhof Mimberg trafen sich alle Teilnehmer und die Abenteuerführung in Richtung Burgthann konnte beginnen. Mit dabei war selbstverständlich auch wieder Retrievermädchen Frieda und Dackeline Fiona, die den Tag über reihum von jedem Kind geführt wurde.

Wild- und Wühlacker für Sau & Co. und vieles mehr
Vieles wurde an diesem Tag erzählt, gezeigt und angefasst und noch vieles mehr wurde von den Kindern gefragt und von den Fachleuten beantwortet. Eine der ersten Stationen war ein großer Spechtbaum, in dem sich über die Jahre schon so mancher Specht verewigt hatte. Eine weitere Attraktion war der von den Jägern im Wald angelegte Wildacker, auf dem das Wild das ganze Jahr hindurch Nahrung und Deckung findet; auch dann noch, wenn Wiesen und Felder bereits abgeerntet und kahl sind. An den Tagen zuvor hatten hier die Wildschweine kräftig gearbeitet und den Acker großflächig umgewühlt – da gab es viel zu bestaunen und zu erkunden. Auch eine Waldabteilung, die im trockenen Vorjahr dem Feuer zum Opfer fiel, bot Gelegenheit zum Staunen und führte den Kreislauf des Lebens vor Augen.

Ein weiteres Highlight war die Vorführung von Kathrin Koll und ihrer Hündin Frieda, die die verschiedenen Facetten der jagdlichen Hundearbeit zeigten. Oft kommt es ja vor, dass nachts die Polizei beim Revierjäger anruft, wenn ein Stück Wild auf der Straße angefahren wurde, das sich schwer verletzt in das Dickicht des Waldes zurückgezogen hat. Dann ist ein gut ausgebildeter Fährtenhund nötig, um das verletzte Tier schnell zu finden, damit der Jäger das Tier von den Qualen erlösen kann. Die Kinder durften also Frieda unter anderem bei der Verlorensuche und der Fährtenarbeit beobachten und hatten anschließend viele Fragen zum Thema Jagdhund und was der Jäger im Team mit seinem Vierbeiner alles trainiert, um im Ernstfall gerüstet zu sein.

Des Marders spitze Zähne
Nach einer kurzen Stärkung aus dem Rucksack wurde natürlich auch wieder das Thema Müll im Wald angesprochen. Doch die Kids sind hier schon so fit, so dass es keinerlei Belehrungen bedurfte. Frühprägung und Sensibilisierung für die Belange unserer Umwelt können einfach nicht zeitig genug stattfinden. Die Pause bot dann aber auch Gelegenheit dass Herr Kraus seinen großen Rucksack öffnen konnte und heraus kamen viele interessante Dinge. Darunter auch so manches Lockinstrument, mit dem die Stimmen heimischer Tiere nachgeahmt wurden. Besonders interessant war auch der Schädel eines Marders, dessen spitze Zähne befühlt wurden. Tierspuren wurden gesucht und identifiziert; Felle angefasst, gestreichelt und geraten, von welchem Tier sie stammen - und so manches mehr.

Dann sollte aber gezeigt werden, ob auch aufgepasst wurde. Ein Quiz musste in der Gruppe gelöst werden und als Belohnung gab es für jeden zur Erinnerung und für die ein oder andere eigene Expedition ein Heftchen mit den Fährten und Spuren unseres heimischen Wildes. Alle haben sich sehr darüber gefreut.

Am Abend sind die Kinder bestimmt gut eingeschlafen und das Erlebte war noch viele Tage danach Thema in der Schule und Zuhause.

Michael Kraus (Artikel)

Bei den Naturdetektiven sind alle Kinder ab der 1. Klasse willkommen. Kontakt über naturdetektive@thesugars.de

Betreuer Naturdetektive: Heidi Bradacz, Andrea Gailer, Eva Rieger, Amanda und Pierre Sugar
Bild: privat
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