Freundschaftsschießen der Brucker Vereine jährt sich zum 10. Mal

Nach dem das erste Vergleichsschießen im November 2004 zwischen dem Technischen Hilfswerk Erlangen und der Freiwilligen Feuerwehr Erlangen-Bruck „unblutig“ zu Ende ging, wie die Veranstalterin des Freundschaftsschießens, Christiane Kofler, in ihren Begrüßungsworten erwähnte, waren in den Folgejahren auch der Fußball-und Sportverein Erlangen-Bruck, der Turn-und Sportverein 1861 Erlangen-Bruck, die Faschingsgesellschaft der „Brucker Gaßhenker“, und das Bayerische Rote Kreuz am Start. Der Austragungsmodus ist in all den Jahren gleich geblieben. Geschossen wird mit dem Luftgewehr, in diesem Jahr zum ersten Mal auf den neuen elektronischen Schießständen der Schützengesellschaft 1673 Erlangen-Bruck.

Je fünf Schützen müssen je 10 Schuss auf zehn Meter ins Ziel bringen. Die Mannschaft mit der besten Gesamtringzahl gewinnt. Außerdem gewinnt der beste Tiefschuss die Kette des Schützenvogtes. Der Schützenvogt wird zu Ehren des in den Jahren 1669 bis 1678 in Bruck residierenden Brandenburgischen Vogtes, Johann Georg Koz, ermittelt, der nach seinem Amtsantritt um 1673 bewirkte, dass man in Bruck mit dem Scheibenschießen begann. Gewonnen wurde die Kette beim Jubiläumsschießen von Nikolai Racher, Freiwillige Feuerwehr Bruck, der seinen Feuerwehrkameraden Markus Forster ablöste, der im vergangenen Jahr zum Schützenvogt gekrönt wurde. Nikolai Racher wird nun die Vogtkette ein Jahr bei allen offiziellen Anlässen tragen, die im Erlanger Ortsteil Bruck stattfinden, auch beim jährlichen Schützenumzug zu Ehren des Brucker Schützenkönigs. Zur Erinnerung wird eine Namensplakette an die Kette angebracht.

Zum 10-jährigen Treffen gab es aber auch eine Besonderheit. Gauschützenmeister Robert Adler, der im Jubiläumsjahr als Schirmherr fungierte und in seiner Begrüßungsrede seinen besonderen, persönlichen Bezug zu Bruck zum Ausdruck brachte, setzte mit seinem Tiefschuss den Maßstab. Wer diesem Schuss am nächsten kam, gewann die Jubiläumsscheibe. Der glückliche Gewinner war Robert Beck von der Freiwilligen Feuerwehr Bruck, der sich über einen Pokal und einen Essensgutschein freuen konnte. Auch die beiden nächstplatzierten, Bernd Völkel vom THW und Holger Spors vom TV 1861 Bruck, freuten sich über einen Glaspokal mit dem Wappen des Erlanger Schützengaues aus den Händen von Christiane Kofler, zudem hatte Gauschützenmeister Robert Adler den dreien noch eine Flasche Wein mitgebracht.

Bester Einzelschütze war Thomas Hofmann von den Brucker Gaßhenkern. Er konnte sich wie die beiden nachfolgenden Schützen, Horst Stark vom TV 1861 Bruck und Albert Thurn vom Bayerischen Roten Kreuz über eine Flasche Sekt freuen. Die Gewinner des Mannschaftspokals wurden die Schützen der Brucker Gaßhenker, die den von THW neu gestifteten Pokal mit ins Vereinsheim am Buckenhofer Weg nehmen durften. Beim vorletzten Aufeinandertreffen konnte das THW den vom Veranstalterpaar Kofler gestifteten Pokal als fünfmaliger Gewinner endgültig in ihre Vitrine stellen und musste nach dem Reglement deshalb einen neuen stiften. Wie in allen vergangenen Jahren stand auch dieses Mal der olympische Gedanke, wie Christiane Kofler sagte, im Vordergrund.

Gefeiert wurde nach dem Abschluss des Schießens natürlich auch. Uschi Schmitt sorgte wieder für das leibliche Wohl und wartete dieses Jahr mit einem Schaschlik Topf auf. Auch reichte sie ihre in Bruck bekannten „Heißen Pfeifen“, die allesamt verspeist wurden. Ihr Ehemann und Schützenwirt Peter Schmitt war für die Getränke zuständig, die Apollonia Pfeiffer der illustren Gesellschaft reichte. Christiane Kofler, die wie immer souverän und humorvoll durch die Veranstaltung führte, bedankte sich bei allen Helfern, die diese Treffen erst möglich machen. Ihr Dank ging an die Standaufsichten, Herbert Jany, der als 1. Schützenmeister von Gauschützenmeister Adler mit einem Gauehrenteller bedacht wurde, Schriftführer Alexander Enzenhöfer und Horst Geiger, der wie jedes Jahr für die Herstellung der attraktiven Urkunden verantwortlich zeichnete. Auch bedankte sich Christiane Kofler beim Schützenkassier Norbert Pfeiffer, der nicht nur als Standaufsicht fungierte, sondern in mühevoller Kleinarbeit und durch Stiften der angehängten Münzen die bisherige Vogtkette erheblich aufgewertet hat. Nicht vergessen wurde der 2. Schützenmeister Markus Gorny, der die technischen Arbeiten übernahm und die Schießergebnisse am Computer exakt auswertete.

Die Teilnehmer dieser sportlichen Schießveranstaltung, die sich wie bei jedem Treffen an den Schießständen äußerst verantwortungsvoll zeigten, freuen sich schon auf die kommende Veranstaltung im nächsten Jahr. Das Freundschaftsschießen der Brucker Vereine ist aus dem Gemeindebild als feste Veranstaltung nicht mehr wegzudenken, zählen doch nicht nur die Schießleistungen, sondern das zwischenmenschliche Brucker Miteinander bei dem alte Kontakte aufgefrischt und neue geschlossen werden.

Autor: Hans Kofler
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