Handball-Bundesliga: HC Erlangen unterliegt dem TBV Lemgo

(Foto: J. Krieg, hl-studios, Erlangen): Pavel Horák freut sich am Samstag auf die Unterstützung der HCE-Fans in der Arena Nürnberger Versicherung

Der HC Erlangen hat am Mittwoch sein zweites Auswärtspiel gegen Lemgo knapp mit 27:28 verloren. Die Punktejagd geht am Samstag gegen Stuttgart in der ARENA weiter und der HCE hofft auf große Unterstützung der fränkischen Handball-Fans

(Erlangen) - Der HC Erlangen hat vor zwei Tagen sein zweites Auswärtsspiel beim TBV Lemgo verloren. Die Mannschaft von HCE-Cheftrainer Robert Andersson unterlag den Ostwestfalen nach einer furiosen Aufholjagd mit 27:28 (13:17) und bleibt in der Ferne ohne Punktgewinn.

Die Begegnung zwischen dem Bundesliga-Aufsteiger aus Erlangen und dem Altmeister aus Lemgo startete ohne großes Abtasten. Nach acht Minuten waren schon zehn Tore gefallen, erst danach schaffte es der Gastgeber aus Ostwestfalen das erste Mal mehr als ein Tor zwischen sich und den HC Erlangen zu bringen. In der Folgezeit agierte der TBV Lemgo in der Offensive abgeklärter und nutze seine Möglichkeiten, die ihm der HCE bot, eiskalt. So zog Lemgo bis kurz vor der Pause auf sechs Tore davon. Ein Tor von Theilinger, eins von Thümmler und ein gehaltener Siebenmeter von Michael Haßferter brachten den HC Erlangen auf 13:17 heran.

Rote Karte für Michael Haaß

Schon kurz nach dem Wechsel musste der Gast aus Mittelfranken auf seinen Kapitän und Spielmacher verzichten. Michael Haaß sah nach einer unglücklichen Abwehraktion eine diskutable rote Karte. Doch schon zu diesem Zeitpunkt merkte man der Mannschaft an, dass sie sich in der Lipperland Halle nicht kampflos geschlagen geben wollte. Angetrieben von einem starken Nicolai Theilinger, der mit sechs Toren erfolgreichster Erlanger war, schob sich der HC Erlangen immer näher an den TBV aus Lemgo heran.

Ab der 45. Minute zeigte der HC Erlangen eine völlig andere Begegnung. Die Abwehr agierte kompakter, Mario Huhnstock gab der Mannschaft den nötigen Rückhalt und die Offensive fand zu ihrer Abschlussstärke zurück. Innerhalb von vier Minuten brachten Nikolai Link, Ole Rahmel und Martin Stranovsky den Aufsteiger auf ein Tor heran. Und so bekamen die rund 3.000 Zuschauer eine spannende Endphase zu sehen. Eine unglückliche Stürmerfoul-Entscheidung gegen Theilinger und das 28:26 für Lemgo 40 Sekunden vor dem Ende entschieden letztendlich das Spiel.

Samstag: Heimspiel gegen TVB 1898 Stuttgart

Die große Moral und der unbedingte Wille zurückzukommen zeichnete die Mannschaft von Robert Andersson am vergangenen Mittwoch aus. Nun kommt am Samstag der TVB aus Stuttgart (Tabellenplatz: 9) in die Arena Nürnberger Versicherung. Ab 19.00 Uhr gilt es dann mit den fantastischen fränkischen Handball-Fans im Rücken wichtige Punkte in Franken zu behalten.

Trainerstimmen nach dem Spiel

Florian Kehrmann (Trainer des TBV Lemgo): „Meine Mannschaft hat sehr gut begonnen und von Beginn an gezeigt, wer Herr im Haus ist. In der zweiten Halbzeit hat Erlangen selbstbewusst und stark agiert. Am Ende sind die beiden Punkte auf unserem Konto und das ist aus meiner Sicht auch verdient“.

Robert Andersson (Trainer des HC Erlangen): „Wir haben nicht gut in unser Spiel gefunden und zu Beginn in der Defensive nicht die Leistung abgerufen, die wir uns vorgenommen hatten. In den letzten 20 Minuten war ich mit allen Mannschaftsteilen zufrieden. Leider hat es nicht mehr ganz gereicht.“

Weitere Informationen unter http://www.hc-erlangen.de
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