100 Jahre! Universitätsbund feiert im Erlanger Markgrafentheater

Das Erlanger Markgrafentheater bildete die prächtige Kulisse für die Festveranstaltung 100 Jahre Universitätsbund Erlangen-Nürnberg. Foto: © Kurt Fuchs

ERLANGEN (mask) – Hochkarätiges Treffen im prächtigen Markgrafentheater zu Erlangen, dem ältesten noch bespielten Barocktheater Süddeutschlands: Alt-Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis begrüßte rund 500 hochrangige Gäste und Förderer der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) zum Festakt ,,100 Jahre Universitätsbund".

Dabei: die ehemaligen FAU-Präsidenten Gotthard Jasper, Karl-Dieter-Grüske, Alt-OB Dietmar Hahlweg, der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Stefan Müller, Gunther Oschmann (Müller Medien), Unternehmer Peter Kurz und Klaus-Jürgen Sontowski (Sontowski & Partner GmbH). Rechtzeitig zum Festvortrag von Prof. Dr. Dieter Imboden (Schweizer Umweltphysiker und Wissenschaftsmanager, von 2005 bis Ende 2012 Präsident des Schweizerischen Nationalfonds, lehrte an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich) traf auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann ein.

FAU-Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger kündigte Festredner Prof. Imboden als ,,Wissenschaftler mit Leib und Seele, der den Blick über den Tellerrand der Disziplinen wagt", an. ,,Damit passt er zur FAU und ihrer Interdisziplinarität."

Imboden zog in seinem Vortrag Parallelen zwischen der Universität und einem gutem Unternehmen, ging dabei der Frage nach, was beide auszeichnet. Zufriedene Mitarbeiter und Kunden. Gesundheit. Produktivität. Verantwortungsvoller Umgang mit Geldern. Die Grundsatzfrage sei, was Wissenschaft, Staat und Gesellschaft von der Universität erwarten. Sein Fazit: ,,Starke Forschung und gute Ausbildung sind für Wissenschaft und Staat wichtig." Eine gute Uni besitze Autonomie, gute Governance (Verwaltung) und Wettbewerb. Imboden: ,,Und eine Universität ist ein wichtiges kulturelles Element." Er wünschte der FAU eine glorreiche Zukunft.

Innenminister Herrmann lobte den 1917 gegründeten Unibund als großartige Organisation: ,,Aus der Not geboren, als im ersten Weltkrieg der Uni das Geld ausging, um noch ein paar Reichsmark einzusammeln." Schon als sein Vater, der einst Rektor der Uni war, mit seiner Mutter über den Unibund unterhalten habe, habe er als kleiner Bub gespürt: ,,Das muss was Wichtiges sein..." Heute noch genau so, weil der Unibund die FAU im internationalen Wettbewerb stützt, z.B. Labore und Spezialausstattung finanziert.
Auch die Rettung der Orangerie haben die Förderer mit ihren Geldern angeschoben. Der Freistaat seinerseits investiert heuer 72 Mio. Euro in die FAU, verriet Herrmann.
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