Aquarium auf dem Weg ins All

Ökosystem in der Schwerelosigkeit

ERLANGEN - Ein ungewöhnliches  Projekt: Die Größe und das Gewicht entsprechen in etwa dem eines Bierkastens, doch im Inneren ist der Metallcontainer vollgepackt mit ausgefeilter Technik für kleine Pflanzen und Tierchen.

Wissenschaftler der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Universität Hohenheim schicken ein künstliches Ökosystem ins All, um herauszufinden, wie Zellen und Organe auf Schwerelosigkeit reagieren. Dadurch erhoffen sie sich unter anderem neue Erkenntnisse über das Immunsystem und Therapieansätze für Krankheiten wie die Reisekrankheit. Die unbemannte Sojusrakete, die voraussichtlich am 19. April vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abhebt, bringt einen Biosatelliten und mit ihm einen kleinen Experimentcontainter der Arbeitsgruppe von PD Dr. Michael Lebert, Lehrstuhl für Zellbiologie, ins All: ein künstliches Ökosystem, das den Na-men Omegahab B-1 trägt. Die Lebensgemeinschaft in dem Aquarium besteht aus einer einzelligen Alge, der Wasserpflanze Hornkraut, Buntbarschlarven, mexikanischen Bachflohkrebsen sowie einigen Posthornschnecken. Die Pflanzen produzieren den Sauerstoff für die Tierchen, deren freigesetztes Kohlendioxid wiederum den Pflanzen als Grundlage für die Photosynthese dient.




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