Ausgezeichnete Sensortechnik

PD Dr. Jochen Klucken (Molekulare Neurologie, Uni-Klinikum Erlangen), Melanie Huml (Staatsministerin für Gesundheit und Pflege), Prof. Dr. Bjoern Eskofier (Lehrstuhl für Mustererkennung, FAU Erlangen-Nürnberg) und Dr. Siegfried Jedamzik (Organisator 3. Bayerischer Tag der Telemedizin / v.r.n.l.). Foto: Manuel Küfeldt

ERLANGEN (pm) - Der Bayerische Innovationspreis Gesundheitstelematik 2015 geht nach Erlangen.


Ausgezeichnet wird in diesem Jahr das interdisziplinäre Projekt „eGAIT – embedded Gait Analysis using Intelligent Technology“, an dem die Molekular-Neurologische Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen, der Lehrstuhl für Informatik 5 (Mustererkennung) der FAU Erlangen-Nürnberg und die ASTRUM IT GmbH aus Tennenlohe beteiligt sind. Die Wissenschaftler und Mitarbeiter entwickeln gemeinsam eine innovative Sensortechnologie zur automatisierten Bewegungsanalyse insbesondere bei Parkinson-Patienten. „Das Ganganalysesystem gibt uns schon heute die Möglichkeit, objektive Informationen über die Bewegungseinschränkung zu erheben und somit zukünftig auch im Alltag des Patienten die Versorgung zu verbessern“, so PD Dr. Jochen Klucken, Oberarzt der Molekularen Neurologie, der an dem Projekt maßgeblich mitwirkt. „Der Preis ist für unser gesamtes Team eine sehr schöne Anerkennung und ein großer Erfolg der jahrelangen interdisziplinären Entwicklungsarbeit an diesem Medizin-Technik-Projekt.“

Stellvertretend für das Forschungskonsortium nahmen PD Dr. Jochen Klucken und Prof. Dr. Björn Eskofier, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Mustererkennung der FAU Erlangen-Nürnberg, den Preis im Rahmen des 3. Bayerischen Tages der Telemedizin von Melanie Huml, Bayerische Staatsministerin für Gesundheit und Pflege, entgegen. PD Klucken hatte außerdem die Möglichkeit, das Projekt im Forum „Robotik und Sensorik im Gesundheitswesen“ des Telemedizintages vorzustellen. „Mithilfe von in den Schuh integrierten Sensoren erfassen wir die Gangparameter unserer Probanden“, erläutert der Erlanger Oberarzt. „Damit können wir Gangstörungen objektiv betrachten und die behandelnden Ärzte bei der Diagnostik und dem Monitoring von Therapiemaßnahmen unterstützen.“

„eGAIT – embedded Gait Analysis using Intelligent Technology“ wurde seit Projektbeginn im Jahr 2010 von der Bayerischen Forschungsstiftung und dem Universitätsklinikum Erlangen gefördert. In verschiedenen Kooperationen am Uni-Klinikum, mit dem Waldkrankenhaus St. Marien und dem Institut für Sportwissenschaft und Sport der FAU Erlangen-Nürnberg wird dieses Projekt derzeit erfolgreich weitergeführt und fand vor Kurzem auch Anerkennung als neues „Leuchtturmprojekt“ im Rahmen der Emerging Fields Initiative der FAU Erlangen-Nürnberg.

Website des Forschungsprojektes „eGAIT“:

www.egait.de
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