Bebauungsplanentwurf für Erlanger Süden gebilligt

ERLANGEN (pm/mue) - Der Umwelt-, Verkehrs und Planungsausschuss des Stadtrats hat den Entwurf des Bebauungsplans Nr. 345 – Hans-Geiger-Straße – gebilligt. Dies wurde in einer Pressemeldung aus dem Rathaus mitgeteilt.


In dem Areal zwischen Nürnberger und Paul-Gossen-Straße, das sich zu großen Teilen im Besitz des Wohnungsbauunternehmens GBW befindet, sollen demnach zwischen 675 und 750 neue Wohnungen entstehen – zirka ein Viertel davon werden als geförderter Wohnungsbau verwirklicht. Durch die Beibehaltung einer aufgelockerten, punktartigen Bebauung soll der parkähnliche Charakter der Anlage erhalten werden, und um das Gebiet von Verkehr zu entlasten, sind vor allem in den Randbereichen Tiefgaragen vorgesehen. Eine Lärmschutzbebauung an den Rändern des Viertels soll zudem für mehr Lebensqualität sorgen.

Transparent gearbeitet

Die Gespräche und Verhandlungen über das Areal im Erlanger Süden laufen bereits seit drei Jahren. „Sowohl von Seiten der GBW als auch von Seiten der Stadt wurde das Vorhaben unter ständiger Einbeziehung der Mieterinnen und Mieter sowie der Öffentlichkeit transparent gemacht“, so Bau- und Planungsreferent Josef Weber. Neben Planungsworkshops mit Mietern wurde zum Beispiel auch ein städtebaulicher und landschaftsplanerischer Ideen- und Planungswettbewerb durchgeführt. Zuletzt hatte die Stadt in einer frühzeitigen Beteiligung im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens öffentlich über das Vorhaben informiert. „Wir unterstützen das Ziel der GBW, hier den für Erlangen dringend benötigten Wohnraum zu schaffen“, betont Oberbürgermeister Florian Janik. Das Gebiet eigne sich durch seine Nähe zur Innenstadt sowie durch die gute Verkehrsanbindung besonders für weiteren Wohnungsbau. Besonders wichtig sei, dass hier auch neuer sozialer Wohnraum entstehe. „Dass das Projekt einen Eingriff in die Grünflächen bedeutet, steht außer Frage“, so Umweltbürgermeisterin Susanne Lender-Cassens. Man habe sich den Entscheidungsprozess deshalb nicht leicht gemacht und in den Verhandlungen mit der GBW viel erreicht. „Es sind nicht nur Nachpflanzungen vorgesehen, sondern es werden auch die ökologisch wertvollen Biotope in dem Gebiet so weit wie möglich berücksichtigt oder neu angelegt.“ Einwände von Bürgerinnen und Bürgern habe man dabei sorgfältig abgewogen und in die Planungen mit einbezogen.
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