Besuch in der Jugendwerkstatt

Oberbürgermeister Dr. Florian Janik (l.) gibt in der Werkstatt sein Bestes – Anisa Kirschner (Auszubildende), Ute Endner (Pädagogin) und Andreas Balsliemke (Ausbilder / v.l.n.r.) stehen ihm fachkundig zur Seite. Foto: oh

ELTERSDORF (pm/mue) - Kaum im Amt, tauschte der neue Erlanger Oberbürgermeister Dr. Florian Janik auch schon die Rollen: Im Rahmen der gleichnamigen Aktion besuchte er die Jugendwerkstatt (JUWE) der Diakonie Erlangen in Eltersdorf.


Deren Leiter Hartmut Walter, die Mitarbeitenden und 18 Auszubildende begrüßten den OB vor Ort. Janik schlüpfte zunächst in die Lehrerrolle und hielt eine Stunde Unterricht in Sozialkunde; das Fach steht für die Auszubildenden regulär auf dem Ausbildungsplan. Im handwerklichen Teil lernte der OB unter fachkundiger Anleitung, dass das Holzhandwerk ganz eigene Ansprüche bereithält – Ausbilder und Schreinermeister Andreas Balsliemke sowie die Auszubildende Anisa Kirschner standen ihm jedoch mit Rat und Tat zur Seite.

Erfreuliche Zahlen gibt’s auch zu vermelden: 80 Prozent der JUWE-Auszubildenden schaffen nach ihrer Ausbildung den Weg auf den regulären Arbeitsmarkt. „Oft dauert es zwei bis drei Jahre, die Menschen aufzubauen. Viele von ihnen haben immer wieder gehört, dass sie unfähig seien. Doch wir sehen, wie die jungen Menschen ihre Fähigkeiten entdecken und Vertrauen entwickeln“, erklärt Hartmut Walter. Im Gespräch wurde auch deutlich, wie schwierig sich die Arbeit der Jugendwerkstatt oftmals gestaltet. Einerseits liege das an den zunehmenden, insbesondere psychischen Problemen der betreuten Klientel, andererseits seien es die leeren Kassen, die oft dringend nötige, individuelle Förderung erschweren.
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