Erlanger Tafel sagt DANKE!

Gemeinsam für die gute Sache: Dieter Liebs, Gertrud König, Dr. Elisabeth Preuß und Wolfgang Tereick (v.l.n.r.). Foto: oh

ERLANGEN (pm) - „Gutes wird noch besser, wenn viele helfen!“ – unter diesem Motto steht die Erlanger Tafel bedürftigen Menschen aus Erlangen und Umgebung zur Seite.


Spenderinnen und Spender, haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitende sowie Kundinnen und Kunden trafen sich jüngst zum Austausch und warfen dabei auch einen Blick in die Zukunft: Gertrud König, Leiterin der Erlanger Tafel und Pfarrer Wolfgang Tereick vom Vorstand der Diakonie Erlangen begrüßten fast 100 Gäste in der Erlanger Ausgabestelle Schillerstraße 52a. Für Kundinnen und Kunden hätten Lebensmittel der Tafel existenziellen Wert – dies bestätigte Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß: Im zweitreichsten Ort Deutschlands lebten zirka 5.000 Frauen, Männer und Kinder unterhalb der Armutsgrenze; hinzu kämen Menschen, die nicht als arm erfasst würden oder die knapp über dem Existenzminimum lebten. Für sie seien Lebensmittel der Tafel eine tägliche Erleichterung. „Bedürftige Familien möchten für ihre Kinder das Gleiche wie jeder andere: Bildung und auf eigenen Beinen stehen können“, fasst Dr. Preuß die Situation bedürftiger Eltern zusammen. Dieter Liebs vom Vorstand des „Vereins zur Förderung der Erlanger Tafel“ machte deutlich, dass Hilfen in Zukunft mehr denn je gebraucht würden. Tausend Bedürftige aus Erlangen und dem Landkreis erhielten wöchentlich durchschnittlich sechs Tonnen Lebensmittel – Tendenz steigend. Der Förderverein sorgt dabei für Transport- und Lagerlogistik, Kühlfahrzeuge, Einrichtung und organisatorische Aufgaben. Dietrich Söhndel hilft der Erlanger Tafel ehrenamtlich: „Ich habe in den Nachkriegsjahren selbst Not erlebt und weiß, wie Hunger sich anfühlt“. Er unterstreicht die christliche Aufgabe der Tafel im biblischen Zitat: „Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ – und spricht damit für aktuell 150 ehrenamtlich Mitarbeitende. Beeindruckend die Worte von Tafelkunde Jürgen S. (Name geändert). Nicht immer sei eine gebrochene Erwerbsbiografie der Grund für Armut, auch Krankheit, Arbeitslosigkeit, Scheidung, fehlende Arbeitserlaubnis oder eine zu geringe Rente führten Menschen oft unverschuldet in diese Situation. „Die Erlanger Tafel erlaubt mir, am Leben teilzunehmen“.

www.diakonie-erlangen.de
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