Freundeskreis der Kinderklinik Erlangen hilft beim Kampf gegen chronische Schmerzen

Gerswid Herrmann (2.v.re.) mit Kinderklinik-Direktor Prof. Dr. med. Wolfgang Rascher (rechts), Schmerz- und Palliativmedizinerin Dr. med. Chara Gravou-Apostolatou (Mitte), Dipl.-Psych. Peter Mattenklodt (2.v.li.) und Dr. med. Norbert Grießinger (Schmerzzentrum). Foto: © Peter Maskow

ERLANGEN (mask) – 35 Jahre Freundeskreis der Universitätskinderklinik Erlangen-Nürnberg! Anlass für Gerswid Herrmann, Erste Vorsitzende des Freundeskreises und Gattin des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU), zu einem Nachmittag im Hörsaal einzuladen. Thema in der Kinderklinik an der Loschgestraße: ,,Schmerzmedizin für Kinder und Jugendliche."

Hintergrund: Chronische Schmerzen sind häufig, auch bei Kindern und Jugendlichen. Kopfschmerzen treten etwa bei einem Drittel aller Schüler von elf bis 18 Jahren auf. Nur selten (bei weniger als fünf Prozent) gibt es dafür eine organische Ursache. Problematisch wird es, wenn der Schmerz chronisch wird und Kinder durch lange Fehlzeiten in der Schule in ihrer Entwicklung behindert werden.
Prof. Dr. med. Dr. h.c. Wolfgang Rascher, Direktor der Kinderklinik: ,,Akute Schmerzen sind medikamentös gut behandelbar. Wenn sich Schmerzen selbstständig machen und chronisch werden, helfen Medikamente nicht mehr und die kleinen und größeren Patienten werden in Zusammenarbeit mit dem Schmerzzentrum des Uniklinikums Erlangen durch Training und Verhaltenstherapie behandelt." Der Freundeskreis der Klinik um Gerswid Herrmann unterstützt dieses multimodale Therapieprogramm großzügig, damit die wirksame Behandlung auch ambulant möglich ist. Rascher lobte: ,,Seit 2001 führt Gerswid Herrmann den Verein in hervorragender Art und Weise."

1982 ins Leben gerufen, besorgten die Mitglieder anfangs Stühle für die Eltern der zu behandelnden Kinder, damit sie sich ausruhen konnten. Dann ging es Schlag auf Schlag. Es folgten ein Besprechungsraum, die Anschaffung moderner Geräte, die Beschaffung von Mitteln für Personal (wie Psychologen) und Fahrtkosten für Familien. ,,Der Freundeskreis unterstützt ein Brückenteam, das die Kinder vor und nach ihrer Behandlung versorgt", so Gerswid Herrmann. Durch ihr beharrliches Engagement kann der Verein inzwischen auf vier Autos zurückgreifen. Nächstes Ziel: ,,Den Aufbau der Klinik gegen chronische Schmerzen zu unterstützen."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.