Grundstein für Operatives Zentrum gelegt

Legten gemeinsam den Grundstein für das neue Operative Zentrum des Universitätsklinikums Erlangen: Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Iro (Ärztlicher Direktor des Uni-Klinikums Erlangen), Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle, Prof. Dr. Dr. h.c. Raymund Horch (Sprecher der chirurgischen Disziplinen des Uni-Klinikums Erlangen), Prof. Dr. Joachim Hornegger (FAU-Präsident), Staatsminister Joachim Herrmann und Erlangens OB Dr. Florian Janik (v.l.n.r.). Foto: Uni-Klinikum Erlangen

ERLANGEN (pm/mue) - Gemeinsam mit seinem Kabinettskollegen Dr. Ludwig Spaenle und weiteren Partnern hat Staatsminister Joachim Herrmann den Grundstein für das neue Funktionsgebäude des Chirurgischen Zentrums des Universitätsklinikums Erlangen gelegt.


Wie gigantisch sich das Gebäude bei seiner Fertigstellung 2021 präsentieren wird, das lässt bereits heute ein Blick in die Baugrube vermuten, die bis zu 14 m tief, über 160 m lang und 40 m breit ist. Dafür müssen rund 80.000 Kubikmeter Erde und Fels bewegt und mit etwa 3.000 Lkw-Ladungen abtransportiert werden. „Der Neubau spielt für den wirtschaftlichen und funktionellen Betrieb eine herausragende Bedeutung, nachdem die operativen Kliniken und Abteilungen der Chirurgie bislang überwiegend in baulich, technisch und strukturell überholten Gebäuden der 1950er- und 60-er Jahre untergebracht sind. Deshalb folgt nun auf die Innere Medizin die Erneuerung der operativen Medizin“, betonte Herrmann in seiner Festrede.

Gesamtkomplex entsteht

Auf dem Gelände am Maximiliansplatz wird bis zum Bezug in fünf Jahren auf einer Nutzfläche von 15.000 Quadratmetern das eigentliche Herzstück der Chirurgie (Investitionssumme: 180 Millionen Euro) mit 20 Operationssälen, zwei Intensivstationen mit 42 Intensivpflegebetten, Radiologie, Polikliniken, Flächen für Forschung und Kehre und – als Erlanger Besonderheit – ein Schulungsbereich für Bildgebung in Kooperation mit Siemens Healthineers entstehen. Außerdem wird auf dem Gebäudedach ein Hubschrauberlandeplatz errichtet, von dem die Schwerverletzten aus mit dem Aufzug quasi direkt in den OP gebracht werden. Der Neubau wird direkt an die Rückseite des neuen Bettenhauses angebaut, so dass die Gebäude zu einem Gesamtkomplex verschmelzen.

Joachim Herrmann vergaß nicht, dem Bayerischen Wissenschaftsministerium für die Förderung seinen Dank auszusprechen. „Steuergelder werden hier ausgesprochen sinnvoll zur optimalen medizinischen Versorgung, das heißt zum unmittelbaren Nutzen der Bürger und Menschen aus der näheren Umgebung, eingesetzt. Dazu wird am Universitätsklinikum Erlangen Forschung von weltweiter Bedeutung betrieben. Es dürfen also ruhig noch mehr Aufträge in den nächsten Jahren aus dem zuständigen Ministerium kommen“, machte er deutlich.
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