Hermann Gröhe zu Besuch im Medical Valley

Staatsminister Joachim Herrmann (2.v.l.) begrüßte gemeinsam mit Klinikdirektor Prof. Dr. Heinrich Iro (l.), der Erlanger CSU-Kreisvorsitzenden Alexandra Wunderlich und dem Kaufmännischen Direktor des Universitätsklinikums Erlangen, Dr. Albrecht W. Bender (r.) Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (M.) im Zentrum des Medical Valley. Foto: Roland Rosenbauer

ERLANGEN (rr/hn/mue) - Auf Einladung von Bayerns Innenministers Joachim Herrmann besuchte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe das Medical Valley in Erlangen.


Nach einem Besuch im Siemens-Museum informierten sich die Politiker zuerst bei Siemens Healthineers über aktuelle Entwicklungen in der modernen Medizintechnik; am zweiten Tag seines Besuches war Gröhe dann im Universitätsklinikum zu Gast. In einer Diskussionsveranstaltung mit Vertretern von Gesundheitsberufen zum Thema „Medizinische Versorgung sichern – Zur Zukunft der ambulanten und stationären Versorgung“ stellte er sich den Fragen der Zuhörer. „Wir stehen im Gesundheitswesen gut da, über fünf Millionen Menschen arbeiten bundesweit in dem Bereich – mit steigender Tendenz“, verdeutlichte der Minister die Bedeutung der Branche. „Zum Vergleich dazu haben wir in der Automobilindustrie 800.000 Beschäftigte.“

In seinen Ausführungen wies Gröhe auf die „demographische Entwicklung als Riesen-Herausforderung unserer Zeit“ hin. Darüber hinaus plädierte er für eine strenge Einhaltung des Datenschutzes und die Bewahrung des Datenschatzes. „Mit der Digitalisierung von Patienteninformationen und Behandlungsabläufen sowie deren Auswertung setzen wir zunehmend auf Transparenz. Es ist eine der wichtigsten Aufgaben sämtlicher medizinischer Versorgungseinrichtungen, mit Patientendaten souverän und vertrauensvoll umzugehen.“ Auch beim Thema Diabetes will Hermann Gröhe gezielt ansetzen: „Ich habe unlängst beim Robert-Koch-Institut einen Diabetesatlas in Auftrag geben, der vorbeugend informieren und im Fall der Erkrankung wertvolle Ratschläge von Experten geben soll.“

Gegen die zunehmende Ärztearmut im ländlichen Raum will sich Hermann Gröhe ebenfalls stark machen – mit einem eigenen Strukturfonds, der „Anreize für Allgemein- und Hausärzte bieten soll, sich in strukturschwachen Gebieten niederzulassen.“

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