Kein Denkmalschutz für ERBA-Häuser

ERLANGEN (pm/mue) - Die in den 1920er und 1930er Jahren im südlichen Teil der ERBA-Siedlung errichteten Mehrfamilienhäuser besitzen auch nach Einschätzung des Landesdenkmalrats keine Einzeldenkmaleigenschaft und erfüllen nicht die Kriterien eines Ensembles.


Wie es in einem Schreiben des Landesdenkmalrates vom 3. März an die Stadt heißt, habe man sich nach einem Ortstermin der entsprechenden Ansicht des Landesamts für Denkmalpflege angeschlossen. Die städtische Wohnbaugesellschaft GEWOBAU plant, im Gebiet südlich der Mainstraße zwischen Äußerer Brucker- und Johann-Jürgen-Straße neue Häuser mit rund 90 barrierefreien und geförderten Wohnungen zu errichten. Für den Neubau sollen im Gegenzug neun Gebäude mit 34 Wohnungen abgerissen werden, die nach mehrfacher Begutachtung nun endgültig keinen Denkmal- oder Ensembleschutz bekommen. Die zwischen 1906 und 1913 nach Plänen von Fritz Walter und Richard Köhler entstandenen, denkmalgeschützten Häuser der nördlichen ERBA-Siedlung sind von dem Projekt nicht berührt und sollen vollständig erhalten bleiben. Am Sonntag, 7 Mai, steht in Erlangen ein Bürgerentscheid über das Bauvorhaben auf dem Programm.
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