Marco Kesting neuer Chef der Gesichtschirurgie

Foto: Uni-Klinikum Erlangen

ERLANGEN (pm/mue) - Prof. Dr. Dr. Marco Kesting (Foto) ist seit 1. Oktober neuer Direktor der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgischen Klinik des Universitätsklinikums Erlangen.

Der 45-Jährige tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. Friedrich W. Neukam an, der die Klinik 22 Jahre lang leitete. Kesting möchte insbesondere die modernen Möglichkeiten seines Fachbereichs bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten sowie in der Versorgung von Defekten im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich, die durch Tumorerkrankungen oder Unfälle verursacht wurden, ausbauen. Vor seinem Wechsel nach Erlangen war er stellvertretender Klinikdirektor der Klinik und Poliklinik für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie der Technischen Universität München Klinikum rechts der Isar. In Forschung und Patientenversorgung möchte er sich in fachübergreifender Kooperation mit Kollegen des Lippen-Kiefer-Gaumenspalten-Zentrums des Uni-Klinikums Erlangen insbesondere um betroffene Babys und Kinder kümmern. Lippen-Kiefer-Gaumenspalten (LKG) gehören mit einer Häufigkeit von 1:500 Geburten zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen. „Es gibt heute hervorragende Behandlungsmethoden zur Korrektur dieser Fehlbildung, mit denen Ernährung, Sprache und Gehör so normalisiert werden können, dass eine ungestörte Entwicklung in alltäglicher Umgebung erreicht werden kann“, so Prof. Kesting. Besonders stolz ist er auf eine von ihm mitentwickelte Operationstechnik zum Gaumenverschluss sowie auf ein innovatives Konzept zur Nasenkorrektur bei Babys. „Wenn diese Patienten das Kleinkindalter verlassen, sieht ihnen kaum jemand an, dass sie wegen einer LKG behandelt wurden.“
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