Ministerin Huml: Aufruf zur Stammzellenspende

Melanie Huml (vorne Mitte) wurde begleitet von (v.l.): Prof. Dr. Rainer Fietkau, stellv. Ärztlicher Direktor Uni-Klinikum, Dr. Albrecht Bender, Kaufmännischer Direktor, Prof. Dr. Reinhold Eckstein, Leiter Transfusionsmedizin, Prof. Dr. Volker Weisbach, Leiter Stammzellbank, Christa Matschl, MdL a.D., Gert Bernscher, Referatsleiter im Bayerischen Gesundheitsministerium und Prof. Dr. Werner Daniel, Vorsitzender der Forschungsstiftung Medizin am Uni-Klinikum Foto: Uni-Klinikum Erlangen

ERLANGEN (pm/rr) - Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat die Stammzellbank am Universitätsklinikum Erlangen besucht und zeigte sich sehr beeindruckt.


„In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 9.000 Menschen an einer bösartigen Blutkrankheit wie Leukämie. Viele Patienten können heute durch die Übertragung von Stammzellen geheilt werden“, stellte sie fest und appellierte an die Bevölkerung: „Retten Sie Leben mit einer Stammzellenspende!“

Bayern hat die beiden Nabelschnurblutbanken (Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern mit Sitz in Gauting sowie Transfusionsmedizinische und Hämostaseologische Abteilung des Universitätsklinikums Erlangen) jeweils mit insgesamt 1,5 Millionen Euro gefördert. Die Ministerin unterstrich: „Diese Förderung war wichtig und richtig: Die Anzahl der bei beiden Nabelschnurblutbanken verfügbaren Präparate hat sich im Förderzeitraum verdoppelt.“ Huml fügte hinzu: „Die Stammzelltherapie ist für viele Patienten eine Chance auf ein neues Leben. Ich freue mich, dass wir mit der Stammzellbank eine der führenden Einrichtungen dieser Art in Bayern haben. Gleichzeitig muss aber auch die wissenschaftliche Forschung in diesem Bereich vorangetrieben werden. Ich gehe davon aus, dass in Zukunft aus sogenannten adulten Stammzellen zum Beispiel auch Herzklappen oder Gefäßstrukturen aufgebaut werden können.“

Eine adulte Stammzelle ist eine Vorläuferzelle des menschlichen Organismus, die sich in vielen Zelltypen des Körpers wie zum Beispiel Nerven oder Blutzellen ausbilden kann. Adulte Stammzellen werden derzeit entweder aus Blut oder Knochenmark gewonnen.
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