OB Balleis: „Schuldenabbau muss und wird weitergehen!“

Erlangens Oberbürgermeister Siegfried Balleis ...
 
... und Staatsminister Marcel Huber sind sich einig: Bayerns Werte müssen erhalten werden. Fotos (4): Uwe Müller

ERLANGEN (mue) - Zum Neujahrsempfang 2014 der Erlanger CSU konnte Kreisvorsitzende Alexandra Wunderlich rund 500 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft begrüßen, darunter die Bayerischen Staatsminister Joachim Herrmann und Dr. Marcel Huber, den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Stefan Müller, sowie natürlich Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis.


Um es vorweg zu nehmen: Die Veranstaltung avancierte recht schnell zu einem Neujahrsempfang der freundlichen, jedoch trotzdem deutlichen und unmissverständlichen Worte. Den Anfang machte dabei Oberbürgermeister Balleis, der in seiner Ansprache unterstrich, dass der Abbau kommunaler Schulden weitergehen müsse und werde, wenngleich dort, wo es notwendig sei, natürlich weiter investiert werde. So liege Erlangen bei den westdeutschen Großstädten mit an der Spitze, was die Versorgung mit Kindergarten- und -krippenplätzen angehe. Und daran, so die Botschaft des Stadtoberhauptes, solle sich auch nichts ändern. Genauso mit Blick auf die Zukunftsprojekte „Campus-Bahn“ (MarktSpiegel Online berichtete) oder Sporthallenbau im Stadtosten. Balleis: „In unserer Stadt gibt’s einen tollen Breitensport, zirka 40.000 Menschen sind in Vereinen aktiv. Dies wird weiterhin unterstützt – und mit Blick auf unsere tollen Handballer wird die Sporthalle auch gleich den Kriterien der 1. Bundesliga entsprechen“. Viel wohltuende Zuversicht also beim Oberbürgermeister, der im gleichen Atemzug auch seinen Dank in Richtung Joachim Herrmann und Marcel Huber aussprach und betonte, dass „die Zuammenarbeit mit München hervorragend funktioniert“.

Bayerische Werte erhalten

Zuspruch bekam Siegfried Balleis durch Dr. Marcel Huber, Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Verbraucherschutz. Dieser machte gleich zu Beginn seiner Rede deutlich, dass er „heute über etwas Schönes sprechen“ wolle – nämlich über Bayern. An die Adresse seines Kabinettskollegen, Innenminister Joachim Herrmann, gerichtet betonte er, dass gerade auch die innere Sicherheit Markenzeichen für ein schönes und lebenswertes Bayern sei. Und abgesehen von einer florierenden Wirtschaft sowie einer beispielgebenden Finanzpolitik (Stichwort: ausgeglichener Haushalt) sei er vor allem auch stolz darauf, dass die Umwelt in ihrer Gesamtheit schon immer ein bayerisches Thema gewesen sei: „Das erste Umweltministerium in ganz Europa gab’s seinerzeit in Bayern!“. Alles in allem, so der Tenor von Hubers Ausführungen, verfüge der Freistaat über Schätze – gute Luft- und Wasserqualität, intakte Natur –, die es zu erhalten gelte. Ebenso wie die gesellschaftlichen Werte, wie er mit Blick auf die vielen in Bayern ehremtlich tätigen Menschen hervorhob. Die Politik nehme er dabei nicht aus: „Es kommt darauf an, die Interessen des Einzelnen mit denen der Gesellschaft zusammenzuführen – und so im Interesse aller Menschen zu handeln“. Dabei, so der Minister weiter, müsse das Nachhaltigkeitsprinzip gelten, was jedoch nicht nur bei Themen wie Klimaschutz und Energiewende, sondern auch beim Landschaftsschutz, verschiedenen Artenschutzprogrammen oder einer umweltgerechten Wasserversorgung wichtig sei. In diesem Zusammenhang sprach er sich erneut gegen eine diesbezügliche Privatisierung aus: „An erster Stelle müssen immer die Menschen stehen – und nicht die monetären Interessen privater Unternehmen.“
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