Schornsteinfeger als Glücksbringer

Scheckübergabe vor den modernen Forschungslabors der Arbeitsgruppe Pädiatrische Onkologie: Dr. Manuela Krumbholz (Biologin), Sabine Semper (MTA), Hans Schreiber (Vorsitzender Verein Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern), Prof. Dr. Markus Metzler (Leiter des Bereichs Onkologie und Hämatologie) und Ursula Jacobs (MTA / v.l.n.r.). Foto: Uni-Klinikum Erlangen

ERLANGEN (pm) - Schornsteinfeger bringen Glück: in Erlangen nicht nur symbolisch, sondern auch in Form einer großzügigen Spende für krebskranke Kinder und Jugendliche.


Hans Schreiber, Vorsitzender des Vereins „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“, überreichte unlängst einen Scheck in Höhe von 12.000 Euro an Prof. Dr. Markus Metzler, stellvertretender Direktor der Kinder- und Jugendklinik des Universitätsklinikums Erlangen sowie Leiter des Bereichs Onkologie und Hämatologie. Die stolze Summe wurde bei unterschiedlichen Aktionen von Kaminkehrern aus ganz Deutschland gesammelt: „Uns ist wichtig, dass das Geld vor Ort tatsächlich ankommt“, so Hans Schreiber. „Wir sammeln permanent Spenden und freuen uns über jeden noch so kleinen Betrag, denn auch mit vielen kleinen Aktionen erreicht man sein großes Ziel.“ Diesmal unterstützen die Schornsteinfeger die Arbeitsgruppe Pädiatrische Onkologie von Prof. Metzler. „Unser Vorhaben ist das Monitoring von Patienten mit soliden Tumoren. Dafür etablieren wir derzeit eine Methode, mit der wir anhand des Blutes erkennen können, ob der Tumor noch da ist oder schon erfolgreich bekämpft wurde“, erläutert Prof. Metzler, und die Biologin Dr. Manuela Krumbholz ergänzt: „Dieser Nachweis ist insbesondere bei kleinen Tumoren schwierig und er war uns bisher auch nur mit Bildgebung möglich. Gerade bei den jungen Patienten möchten wir die Strahlenbelastung aber so gering wie möglich halten.“

Glückstour durch Deutschland

Über 800 Mitglieder zählt der Verein „Schornsteinfeger helfen krebskranken Kindern“, der seit seinem Bestehen schon mehr als 1,3 Millionen Euro Spenden gesammelt und wieder verteilt hat. „Wir pflegen ein sehr gut funktionierendes Netzwerk“, erklärt Hans Schreiber. „Wenn wir überlegen, ein bestimmtes Projekt zu unterstützen, dann haben wir immer einen Kollegen vor Ort, der sich das direkt ansehen und uns seine Einschätzung geben kann.“ Die Schornsteinfeger spenden selbst einen Teil ihrer Mitgliedsbeiträge und investieren ehrenamtlich viel Zeit und Engagement in ihren Verein. So werden in manchen Orten beispielsweise regelmäßig Tombolas veranstaltet, oder anlässlich runder Geburtstage bitten die Kaminkehrer nicht um Geschenke, sondern um Spenden. Traditionell wird zudem einmal jährlich die Glückstour veranstaltet: eine Radtour quer durch Deutschland, während der Projekte besucht und Schecks überreicht werden. Heuer findet die Glückstour bereits zum zehnten Mal statt: Auf dem Weg von Iserlohn nach Dresden besuchen die Schornsteinfeger vom 1. bis 8. Juli insgesamt über 30 Elterninitiativen und Institutionen.

www.schornsteinfeger-helfen.de
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