Seit 60 Jahren „stets am Zug“

Joyce Holzheimer (Mitte) ist stolz auf ihr Team aus haupt- und vor allem ehrenamtlichen Helfern. Zu den Gratulanten zählten auch Wolfgang Tereick (Vorstandssprecher Diakonie Erlangen / hinten Mitte) sowie der neu gewählte Landrat Alexander Tritthart (CSU / 3.v.r.). Fotos (2): Uwe Müller

ERLANGEN (mue) - „Nächste Hilfe: Bahnhofsmission“ – getreu diesem Motto sind in Erlangen seit nunmehr 60 Jahren haupt- und ehrenamtliche Helfer aktiv, um für Menschen da zu sein.


Die Bahnhofsmission, so betonte Wolfgang Tereick von der Diakonie Erlangen, versteht sich als Anlaufstelle für alle Reisenden, die Hilfestellung benötigen – ob es nun um Auskünfte geht, um Hilfe beim Ein- oder Aussteigen, ein Platz zum Wickeln eine Tasse Tee oder ein belegtes Brot. Joyce Holzheimer, Leiterin der Bahnhofsmisson Erlangen. „Wir sind aber auch da für soziale Problemgruppen, helfen Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Wir haben Zeit, hören zu und behandeln jeden Menschen mit Respekt.“ Respekt wurde indes auch der Arbeit des Missions-Teams entgegen gebracht, unter den Ehrengästen der Jubiläumsfeier befanden sich auch Staatsminister Joachim Herrmann, Bürgermeisterin Dr. Elisabeth Preuß sowie der neu gewählte Landrat Alexander Tritthart.

Bahnhofsmissionen gibt es schon seit 120 Jahren – und eben seit 60 Jahren auch in Erlangen. Insgesamt gibt es 103 Stationen in ganz Deutschland, 13 davon in Bayern. In Erlangen sind derzeit 18 Helferinnen und Helfer aktiv, vier davon haupt-, der Rest ehrenamtlich. Und die Zahlen sprechen für sich: Im vergangenen Jahr verzeichnete die Bahnhofsmission 3.260 Hilfeleistungen für Reisende, während insgesamt 6606 Menschen Hilfen in schwierigen Lebenssitutaionen bzw. Krisen erhielten. Alarmierende Zahlen, die Landrat Alexander Tritthart zu der Feststellung veranlassten, dass man sich doch eigentlich wünschen müsse, eine solche Einrichtung nicht zu benötigen – wenn es denn allen Menschen gut gehen würde. „Wir müssen auch immer an die Menschen denken, die Hilfe und Unterstützung benötigen. Ohne ehrenamtlich engagierten Helferinnen und Helfern wäre es oft nicht möglich, für andere Menschen da zu sein.“ Staatsminister Herrmann ergänzt: „Die derzeit 18 Haupt- und Ehrenamtlichen helfen nicht nur Reisenden in der Not. Sie sind mit Rat und Tat da für alle Mitmenschen in sozialer Notlage und sorgen für ein Klima menschlicher Wärme und Zuwendung – auch am Wochenende und an Feiertagen. Sie sind ein wunderbares Aushängeschild einer humanen Gesellschaft, dafür gebührt ihnen große Anerkennung und Respekt!“
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Günther Klebes aus Erlangen | 15.05.2014 | 20:11   Melden
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