Siemens Campus: Vorfreude auf den neuen Stadtteil

Unter der Moderation von Prof. Dr. Franz Pesch stellten Thomas Braun, Dr. Zsolt Sluitner, Dr. Florian Janik, Josef Weber und Jürgen Engel ( v.r.n.l.) den aktuellen Stand zum Projekt „Siemens Campus“ vor und beantworteten Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Foto: Uwe Müller

ERLANGEN (mue) - „Der Siemens Campus ist stadtplanerisch für Erlangen etwas Besonderes – denn er wird für alle geöffnet. So entsteht ein echter, neuer, offener Stadtteil“, betonte Oberbürgermeister Dr. Florian Janik gleich zu Beginn einer thematischen Informationsveranstaltung in der Heinrich-Lades-Halle.


Neben dem Erlanger Stadtoberhaupt konnte Moderator und Ex-Jury-Mitglied Prof. Dr. Franz Pesch zum einen viele interessierte Erlangerinnen und Erlanger begrüßen, die sich auch von Thomas Braun (General Manager Siemens Campus Erlangen), Dr. Zsolt Sluitner (CEO Siemens Real Estate), Josef Weber (Bau- und Planungsreferent der Stadt Erlangen) und Jürgen Engel (Architekt des Gewinner-Entwurfes) auf dem Laufenden halten ließen. Und eines wurde schnell klar: Jetzt geht‘s ans Eingemachte. Denn wie immer, so wurde mehrmals deutlich, steckt der Teufel im Detail. Dies, so führte Architekt Jürgen Engel aus, hänge jedoch damit zusammen, dass man nun, nach der Erstellung des Entwurfes, zur Praxis übergehen müsse. „Und hier stößt man eben zum Beispiel an bestehende Grundstücksgrenzen oder muss Auflagen verschiedener Art beachten. Alles ganz normal.“ Am Zeitplan jedenfalls, so informierte Zsolt Sluitner, ändere sich nach heutiger Erkenntnis nichts: „Wir gehen davon aus, dass etwa der Spatenstich für das Ausbildungszentrum noch im September dieses Jahres erfolgen kann, die eigentliche Grundsteinlegung ist dann für September 2016 vorgesehen.“

Alles in allem kann man sich also auf einen komplett neuen Erlanger Stadtteil freuen. Denn auf dem Siemens Campus soll künftig nicht nur gearbeitet, sondern vor allem auch gelebt werden. Franz Pesch: „Es entsteht ein sehr urbaner Campus mit Boulevards, öffentlichen Plätzen, Cafés, Restaurants und vielem mehr – einfach ein wunderbarer Ort.“ Architekt Jürgen Engel ergänzte, „... dass bei allem, was da entsteht, vor allem auch immer die Natur im Fokus ist. So integrieren wir beispielsweise bereits vorhandene Bäume und nutzen deren Kronen als grüne Dächer. Und auch der Weg von der S-Bahn-Station hin zum Park wird ein grünes Band.“ Engel machte weiterhin Ausführungen zur geplanten Verkehrsführung, die aktuell konkret ausgearbeitet wird. Dabei, so betonte er, solle vor allem auf den Ruhe-Aspekt etwa im Wohnbereich des Campus‘ geachtet werden.

Denkmalschutz spielt eine Rolle

Zur Einbeziehung von bereits Vorhandenem äußerte sich auch Josef Weber – der städtische Baureferent stellte in Aussicht, dass im entstehenden Campus denkmalgeschützte Bereiche intergriert werden. „Es geht darum, sinnvollen Bestand generell mit einzubeziehen; mit Blick auf den bereits angesprochenen, natürlichen Aspekt sogar bis hin zu Teichen. Natürlich ebenso Gebäude – auch wenn man sich über deren spätere Nutzung momentan vielleicht noch nicht ganz im Klaren ist.“

Bis zur Fertigstellung des Siemens Campus‘ ist es jedenfalls noch ein langer Weg. Jedoch, so betonte Thomas Braun, sollen die ersten beiden Module bereits in fünf Jahren fertiggestellt sein und „... natürlich von Anfang an qualitativ überzeugen.“ Unterdessen setzt man seitens des Konzerns weiter auf Transparenz und offene Kommunikation. Zsolt Sluitner: „Es gibt nichts, was nicht auf den Tisch kommt und worüber wir mit Stadt und Öffentlichkeit nicht reden bzw. worüber nicht informiert wird.“
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