Siemens-Restrukturierung: Bekenntnis zu Menschen und Standort gefordert

ERLANGEN - Zu den Restrukturierungsplänen der Siemens AG und den zwischenzeitlich geäußerten Befürchtungen hinsichtlich eines damit möglicherweise verbundenen Stellenabbaus am Standort Erlangen erreichte unsere Redaktion eine gemeinsame Erklärung des Erlanger Landtagsabgeordneten und Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann, des Erlanger Bundestagsabgeordneten und Staatssekretärs Stefan Müller, der Vorsitzenden der CSU-Stadtratsfraktion Birgitt Aßmus sowie der CSU-Kreisvorsitzenden Alexandra Wunderlich:


„Die (...) angekündigten, umfassenden Restrukturierungspläne der Siemens AG betreffen den Standort Erlangen in vielerlei Hinsicht. Für viele Mitarbeiter des Konzerns bedeuten diese Pläne, dass sie vor die Notwendigkeit von beruflichen Veränderungen gestellt werden, die auch ihre persönliche Lebensplanung betreffen. Wir teilen die Sorge um einen möglicherweise signifikanten Abbau von Arbeitsplätzen am Standort Erlangen. Gleichzeitig vertrauen wir darauf, dass die angekündigten Großprojekte der Siemens AG in Erlangen – Siemens-Campus, Neubau der Healthcare-Zentrale und der Gebäude für den Bereich ,Inside e-Car’ an der Frauenauracher Straße – vor allem auch ein auf Dauer angelegtes Bekenntnis des Konzerns zu den Menschen darstellen, die hier arbeiten. Wir sind überzeugt, dass durch die Umsetzung dieser Großprojekte, die ihrerseits erhebliche Veränderungen innerhalb Erlangens mit sich bringen werden, auch viele neue Chancen und neue Arbeitsplätze in Erlangen entstehen können.

Nur an wenigen Standorten gibt es ein vergleichbar großes Potential hoch- und höchstqualifizierter Mitarbeiter, wie bei uns in Erlangen und der Region. Unser politisches Ziel war immer, diesen Standortvorteil gemeinsam mit den hier ansässigen Unternehmen zu erhalten und auszubauen. Denn die Mitarbeiter und ihre Kompetenz sind das größte Kapital des Unternehmens, aber in ihrer Vielfalt gleichzeitig auch prägend für unsere Stadt.

Wir rufen die Verantwortlichen bei der Siemens AG daher auf, die Dynamik der in Gang gesetzten Veränderungsprozesse immer auch im Licht der Mitarbeiter und ihrer Familien zu betrachten, Härten zu vermeiden und insbesondere, wie angekündigt, auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten.“
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