Spatenstich für neues Studentenwohnheim

ERLANGEN (pm/mue) - Mit einem feierlichen ersten Spatenstich haben vor wenigen Tagen die Bauarbeiten für das neue Studentenwohnheim des Studentenwerks Erlangen-Nürnberg auf dem Südcampus der FAU begonnen.


Der Freistaat Bayern hat dem Studentenwerk hierfür ein Grundstück im Erbbaurechtsverhältnis zur Nutzung überlassen und unterstützt den Bau mit hoher staatlicher Förderung. „Die Zahl der Studentinnen und Studenten in Bayern steigt Jahr für Jahr. Da unsere Studierenden bezahlbare Unterkünfte am Studienort brauchen, stellen wir jährlich hohe Fördermittelsummen für den Bau von Studentenwohnungen zur Verfügung. So kann ich dem Studentenwerk heute zum Baubeginn einen Bewilligungsbescheid über einen ersten Teil der staatlichen Zuschüsse in Höhe von rund 8,7 Millionen Euro überreichen. Im nächsten Jahr werden weitere Bescheide folgen“, so der bayerische Innen- und Bauminister Joachim Herrmann beim Spatenstich in Erlangen.

Einzelapartments und Wohngruppen

Das neue Studentenwohnheim besteht aus sechs würfelförmigen Baukörpern mit unterschiedlichen Höhen. Diese werden entsprechend einem Entwurf des Architekturbüros Karl+Probst aus München die bestehenden Wohngebäude an der Erwin-Rommel-Straße ergänzen. In fünf der neuen Häuser entstehen Einzelapartments, in Haus sechs ist neben einem großen Gemeinschaftsraum auch ein Café im Erdgeschoss geplant (im ersten und zweiten Obergeschoss werden weitere Wohnungen untergebracht). Insgesamt entstehen auf dem Campus 372 Einzelapartments sowie 38 Wohnplätze in Dreier- und Vierer-Wohngruppen. In einem Haus können zudem zwei rollstuhlgerechte Wohnungen im Erdgeschoss bezogen werden.

Masterplan wird erfolgreich umgesetzt

Für Herrmann ist das neue Studentenwohnheim ein bedeutender Schritt zur Umsetzung des Masterplans für das Uni-Südgelände der FAU – zahlreiche Maßnahmen befinden sich konkret in Planung oder sind bereits in Bau. In diesem Zusammenhang nannte der Minister den Forschungsneubau des Helmholtz-Instituts HI-ERN: Das Institut, das aus der Nordbayerninitiative mit rund 32 Millionen Euro gefördert wird, soll schon 2018 mit der Erforschung erneuerbarer Energien beginnen können. Gleich nebenan werde bis 2018 der rund 40 Millionen Euro teure Neubau des Exzellenzclusters „Engineering of Advanced Materials“ für die Erforschung nanostrukturierter Filme entstehen. Die Fraunhofer-Gesellschaft plant zudem auf dem Südgelände die Erweiterung des Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementtechnologie. Auch der Neubau des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts trägt zur Umsetzung des Masterplans bei. Der Freistaat fördert ihn mit 60 Millionen Euro, bereits im kommenden Jahr soll der Betrieb starten.

Im Zuge der Umstrukturierung des Südcampus sind dringend zusätzliche Stellplätze erforderlich. Deshalb ist in direkter Nachbarschaft zum neuen Studentenwohnheim bereits ein Parkhaus mit 600 Stellplätzen für rund 11 Millionen Euro in der Planungsphase.
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