Verträumt und anmutig

Günther Spath ist ein Meister, wenn es darum geht, spannungsgeladene Aquarelle zu schaffen. Foto: oh

ERLANGEN – Jazz-Musiker in New York, ein geheimnisvolles Tanzpaar: „Menschen liegen mir einfach“, sagt Günther Spath. Mit markantem Pinselstrich und mutigen Farben erzählt er in seinen Aquarellen Geschichten aus der Großstadt oder aus einer längst vergangenen Zeit.



Vor allem die Filme der 50-er oder 60-erJahre mit ihrem reichen Dekor inspirieren Günther Spath, der es versteht, seine realistischen Motive anmutig zu abstrahieren und Abstraktes in Einklang zu bringen. „Man muss einen persönlichen Bezug haben zu seinen Bildern, sonst kommt keine Spannung auf“, erklärt der Künstler aus Oberasbach. Dieser Grundsatz zieht sich durch sein gesamtes Werk. Spath bringt auch atmosphärische Bergwelten zu Papier. Entstanden sind sie bei zahllosen Wanderungen durch die Alpen. Entrückte Schiffe im Hafen offenbaren seine Leidenschaft für technische Konstruktionen, verträumte Häuseransichten aus Nürnberg oder Bamberg seine Heimatverbundenheit. Obwohl er schon als Kind fasziniert ist von der Malerei, schiebt Spath den Wunsch Künstler zu werden erst einmal beiseite. Er macht eine Ausbildung zum technischen Zeichner und arbeitet später als Software-Entwickler. Weil er sich neben seiner beruflichen Tätigkeit weiterentwickeln möchte, besucht er immer wieder Kurse namhafter Nürnberger Künstler. „Kunst ist sicher ein Handwerk – und eben doch viel mehr“, sagt er heute. Seine Leidenschaft für die Aquarell-Malerei gibt der Autodidakt mittlerweile an seine Schüler weiter: An der Volkshochschule Oberasbach ist der heutige Rentner als Kursleiter aktiv.

Im Rahmen einer Vernissage eröffnet Klinikdirektor Prof. Dr. med. Dr. h.c. Heinrich Iro am Donnerstag, 17. Oktober, 18 Uhr, in der HNO-Klinik die bewusst nicht betitelte Ausstellung. Zu sehen sind Spaths Aquarelle bis Anfang Januar 2014 täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr im Erdgeschoss der HNO-Klinik in der Waldstraße 1.

Der Eintritt ist frei.
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