Vor 134 Jahren Bier-Nothilfe für Hamburg aus Erlangen

Der Zug von 1882 abfahrbereit im Erlanger Bahnhof.
Güterzug mit 1.000 Hektoliter

Als 1882 das 3. deutsche Sängerfest in Hamburg stattfand, war die ortsansässige Holsten-Brauerei gerade mal 3 Jahre alt. Offensichtlich fehlte es an genügend Bier für die durstigen Sängerkehlen. Im August 1882 schickte daher die Brauerei Franz Erich aus Erlangen einen ganzen Güterzug nach Hamburg, um das Fest mit über 1.000 hl Gerstensaft zu versorgen.

Abfahrt war am 7. August, abends 5 Uhr 50. Ankunft am 8. August, abends 8 Uhr 50. Somit Fahrzeit vor 134 Jahren: 27 Stunden.

Jahrzehntelang rollten Versandwaggons aus Erlangen durch Deutschland und stellten die Versorgung auswärtiger Biergenießer sicher. In Erlangen gab es bei den Brauereien Erich, Henninger, Nicklas sowie Gebrüder Reif insgesamt 30 private Waggons, hinzu kamen noch 17 im Eigentum der Königlich Bayerischen Staatseisenbahn - später Deutsche Reichs- und Bundesbahn.
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