Was „Sternchen“ aus Armenien an Erlangen mag

Kurze Wege – ob zu Fuß oder mit dem Fahrrad: Die lebensfrohe Astghik ist in Erlangen angekommen und fühlt sich hier pudelwohl. Foto: Uwe Müller
 
Schöne Hugenottenstadt: Astghik bummelt auch gerne mal einfach nur so durch „ihr“ Erlangen. Foto: Uwe Müller

ERLANGEN (mue) - Sympathisch, weltoffen, lebensfroh, Stadt der kurzen Wege mit viel Lebensqualität – so beschreibt Studentin Astghik Mantashyan aus Armenien „ihr“ Erlangen.


In ihrer Heimat hatte Astghik – der Name bedeutet übersetzt „Sternchen“ – bereits ein Studium der Deutschen Sprache und Politikwissenschaft abgeschlossen, bevor sie im Jahr 2007 das erste Mal nach Erlangen kam, um hier ein freiwilliges soziales Jahr zu leisten. Nach ihrer Rückkehr nach Armenien nahm sie eine Tätigkeit im Parlament in Jerewan auf und kam im Jahr 2011 erneut nach Deutschland – im Rahmen des Projektes „IPS – Internationales Parlaments-Stipendium“ absolvierte sie ein sechsmonatiges Praktikum im Büro des Bundestagsabgeordneten Peter Beyer (CDU). Im Jahre 2014 schließlich führte sie ihr Weg erneut in die Hugenottenstadt, wo sie seither ein Aufbaustudium absolviert, an dessen Ende der Master in Politikwissenschaften steht und das planmäßig im Oktober 2016 endet.

„Die Weihnachtszeit mag ich am meisten“

Dass das „Sternchen“ aus der Ex-Sowjetrepublik eben dieses Studium ausgerechnet in Erlangen absolviert, ist kein Zufall: „Bereits bei meinem ersten Aufenthalt hier habe ich mich in die Stadt verliebt – betrachtet man das Umfeld hier genau, so ist Erlangen für mich einfach die perfekte Universitätsstadt“, meint die sympathische Astghik und unterstreicht: „Die Bereitschaft, gerade auch ausländischen Studenten in jeder Hinsicht behilflich zu sein, ist hier sehr groß, und hochqualifizierte Professoren stehen einem direkt an der Uni mit Rat und Tat zur Seite.“ Dies alles, so merkt sie (auch schmunzelnd) an, bewirke, dass sie sich „in Franken und dem restlichen Bayern“ wie zu Hause fühle. Denn bei aller Zielstrebigkeit mag die lebensfrohe Studentin vor allem auch die fränkische Lebensart. „Ein Leben ohne Bratwürste kann und will ich mir gar nicht mehr vorstellen; generell finde ich die fränkische Küche sehr lecker.“ In Deutschland, so verrät sie weiter, mag sie vor allen Dingen die Weihnachtszeit: „In Armenien gibt es ja Weihnachten nicht so wie hier. Deshalb genieße ich dann die Atmosphäre in vollen Zügen – ob beim Bummel über die Weihnachtsmärkte, beim Betrachten der vielen schönen Krippen oder beim Naschen von Lebkuchen.“

Toll an Erlangen findet „Sternchen“ auch die Tatsache, „... dass man hier wirklich viel kurzweilige Zeit mit Freunden verbringen kann.“ Auf die Frage, was sie denn gegebenenfalls nicht so mag, meint sie: „Da fällt mir eigentlich nur der Einkaufsstress etwa vor Feiertagen ein. Vielleicht gäbe es noch das eine oder andere, was mir nicht gefällt – aber das ist nicht der Rede wert, ich bin zufrieden.“

Nach Abschluss des Studiums in Erlangen weiß die Armenisch, Russisch, Englisch und Deutsch sprechende Astghik noch nicht direkt, wohin ihr Weg sie führen wird. Aber eines weiß sie ganz sicher: „Ich möchte und werde in einer verantwortungsvollen Position wirken, am liebsten im internationalen Bereich. Schließlich soll das Studium nicht umsonst gewesen sein.“ Wie sie sagt, ist sie stolz auf das, was sie bisher im Leben erreicht hat, auch wenn es nicht immer einfach war – oder gerade deswegen. Bei allem, was sie tut, bleibt Astghik ihrem Motto treu: „Immer schön nach vorne leben.“
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