Caritas startet Projekt zur Prävention von Gewalt

NEUNKIRCHEN AM BRAND (pm/mue) - Anfang des Monats hat das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth in Neunkirchen am Brand mit der Umsetzung des Projektes „achtsam handeln“ begonnen.


Das Projekt dient der Prävention von Gewalt und will den achtsamen Umgang sowohl der Mitarbeiter mit den Hausbewohnern als auch der Mitarbeiter untereinander fördern – im Alltag einer Pflegeeinrichtung sind enge zeitliche Vorgaben sowie alltäglicher Stress an der Tagesordnung. Das bringt die Gefahr mit sich, dass sich Mitarbeiter unter der Belastung zu grenzverletzendem Verhalten hinreißen lassen. Umgekehrt können jedoch auch Bewohner etwa in Folge einer dementiellen Erkrankung Aggressivität gegen Mitarbeiter oder Mitbewohner zeigen. Der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg hat darum das innovative Konzept „achtsam handeln“ entwickelt, das ein sensibles und rücksichtsvolles zwischenmenschliches Verhalten fördern soll.

Das Caritas-Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth durchläuft nun einen Entwicklungsprozess, in dem die Mitarbeiter die Strukturen und Abläufe in der Einrichtung analysieren, wobei Vorschläge für einen achtsamen Umgang sowohl mit den Bewohnern als auch der Mitarbeiter untereinander erarbeitet werden. Alle Beschäftigten absolvieren Sensibilisierungstage, an denen sie praxisorientiert achtsames Handeln im Alltag entwickeln. Vervollständigt wird das Projekt durch ein Modul, bei dem sich Leitungskräfte mit dem Thema „achtsame Führung“ auseinandersetzen.

Als innovativer Ansatz zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in sozialen Einrichtungen und zur Reduzierung von Stress wird das Projekt „achtsam handeln“ im Rahmen des Programms „rückenwind+“ durch den Europäischen Sozialfond finanziell gefördert. Insgesamt nehmen zehn Einrichtungen des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg mit zusammen über 700 Mitarbeitern teil.
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