Mietsituation weiter angespannt: Was beim Umzug zu beachten ist

BERLIN/ERLANGEN (ak/fi) – Die Mietsituation ist in vielen deutschen Städten nach wie vor sehr angespannt. Bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper und der Neubau hinkt der steigenden Nachfrage hinterher – besonders in Großstädten oder an Universitätsstandorten wie Erlangen. Umso mehr gibt es bei der Wohnungssuche und dem Umzug zu beachten. Am Beispiel von Berlin – als Inbegriff einer boomenden Metropole – und Erlangen als bedeutendem Universitätsstandort in der Region gibt der folgende Artikel einen Einblick in die Problematik und Tipps für alle Umzügler.

Zur Wohnungssituation

Beruflich oder zum Studium muss heutzutage immer häufiger umgezogen werden. Mobilität ist das Stichwort: Wer beispielsweise nach Berlin oder Erlangen möchte, sollte sich auf eine lange Suche und deftige Preise einstellen. Trotz Einführung der Mietpreisbremse sind die Mieten in der Bundeshauptstadt weiter gestiegen – in den Stadtteilen Friedrichshain und Hellersdorf sogar um beachtliche 17 Prozent. Am teuersten wohnt man in Mitte: Dort werden gut und gerne 13 Euro für den Quadratmeter fällig. Ähnlich ist die Situation in Studentenstädten wie Erlangen: Dort werden für zentral gelegene WG-Zimmer meistens mehr als 300 Euro bezahlt.

Das gibt es zu beachten

Beim Umzug empfiehlt es sich also, an solchen Standorten besonders frühzeitig mit der Wohnungssuche anzufangen. In Berlin ist für viele Wohnungen ein langwieriges Bewerbungsverfahren notwendig. Wer die von vielen Vermietern geforderten Unterlagen – beispielsweise eine Schufa-Auskunft oder eine Mietschuldfreiheitsbescheinigung – sofort parat hat, kann sich gegenüber unwissenden Mitbewerbern einen deutlichen Vorteil verschaffen. Denn natürlich wollen die Vermieter ihre Wohnung schnell weitervermietet haben. Auch der Zeitpunkt spielt eine Rolle: In Universitätsstädten werden im Sommer viele Studierende fertig und verlassen die Stadt für den Einstieg ins Berufsleben. Laut der Süddeutschen Zeitung ist in Erlangen der Juli der erfolgversprechendste Monat. Auch sollten Umzügler ihre künftige Wohnung genau unter die Lupe nehmen: Sie müssen dort in der Regal mindestens einige Monate leben und ihre vertraglich festgeschriebenen Kündigungsfristen wahren: Wie dieser Ratgeber von Volders zur Kündigung einer Mietwohnung erklärt, besteht nur bei einem sehr schlechten oder gefährlichen Zustand der Wohnung ein Recht zur fristlosen Sonderkündigung – und auch nur, wenn der Vermieter seinen Pflichten nicht nachgekommen ist. Besser also: vorausschauend planen!

Wer sparen möchte, hat in Ballungsgebieten in der Regel immer weniger Möglichkeiten: In Berlin sind im Grunde nur noch Wohnungen in den Randbezirken erschwinglich. Wer in Erlangen keinen bezahlbaren Wohnraum findet, kann überlegen, auf die umliegenden Städte auszuweichen. Hier gilt es aber, die Pendelkosten einzuberechnen. Andernfalls stehen diese womöglich in keinem Verhältnis mehr zu dem Mehraufwand für die Miete in der Stadt.



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