Jeden dritten Tag im Einsatz - Feuerwehr Schwarzenbruck hatte im Jahr 2017 viel zu tun

Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 8
 
Brand eines Wohnhauses
Im vergangenen Jahr gab es für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Schwarzenbruck ausgesprochen viel zu tun.

Rein rechnerisch piepten etwa an jeden dritten Tag die Funkmeldeempfänger der Feuerwehrmannschaft.

Daneben trainierte man bei einer Vielzahl von Übungen und besuchte auch überörtliche Ausbildungsveranstaltungen.

Einsatzrekord forderte die Mannschaft

Dieser trat insgesamt 136 Mal in 2017 ein – sooft wie noch nie in der 140-jährigen Geschichte der Feuerwehr. Viele der Einsätze gehören dabei schon fast zum Alltagsgeschäft der Freiwilligen Feuerwehr Schwarzenbruck und werden routiniert abgearbeitet. Hierzu zählt das schnelle Öffnen von Wohnungstüren, wenn beispielsweise ein Patient dem Rettungsdienst nicht mehr die Türe öffnen kann. Auch die Rettung von Verletzten mit der Drehleiter oder das Entfernen einer Ölspur ist entsprechend eingespielt.

Immer häufiger kam die Feuerwehr vor dem Rettungsdienst an der Einsatzstelle an. Zusätzlich unterstützten Sanitäter der Feuerwehr die Notärzte bei der Versorgung der Unfallopfer. Daneben wurde die Feuerwehr auch alarmiert, um Erste-Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu leisten.

Die Feuerwehr war 2017 bei sieben Verkehrsunfällen in und um Schwarzenbruck im Einsatz. Neben der Rettung der Unfallopfer unterstützten die Schwarzenbrucker Feuerwehrkräfte zusätzlich noch die Polizei oder die Bergungsunternehmen, um die Verkehrsbehinderung möglichst gering zu halten und die Straßen schnell wieder freigeben zu können.

Aufwändig gestaltete sich die Suche nach einem Vermissten im Juli. In enger Zusammenarbeit mit der Polizei und dem Rettungsdienst suchten an drei Tagen insgesamt 153 Einsatzkräfte der Feuerwehr. Alleine bei diesem Einsatz leistete die Feuerwehr über 2.000 Einsatzstunden. Neben diesem zeitaufwändigen Einsatz musste die Feuerwehr nebenbei jedoch auch fünf Einsätze aus dem „Alltagsgeschäft“ bewältigen.

Die Feuerwehr Schwarzenbruck bekämpfte 29 Brände. Bedingt durch die Trockenheit im Sommer waren viele Waldbrände zu verzeichnen. Meist konnte der Brandschaden durch den schnellen und umsichtigen Einsatz der Feuerwehr kleingehalten werden. In vielen Fällen löschte man die Entstehungsbrände schnell ab. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielten die Schwarzenbrucker für ihren Einsatz bei einem brennenden Elektrofahrzeug. Da diese Brände aktuell sehr selten sind, jedoch bei steigender Zahl der Fahrzeuge zunehmen werden, erhielt die Feuerwehr Schwarzenbruck viel Zuspruch von verschiedenen Medien, Favh und von anderen Wehren.


Technisch immer auf dem neuesten Stand



Der ständige Wandel macht auch vor einer Feuerwehr nicht halt. Bedingt durch technische Neuerungen muss der Fuhrpark sowie die vorgehaltenen Geräteschaften auf dem aktuellen Stand gehalten werden, um effektiv helfen zu können. Zahlreiche Anschaffungen und Änderungen haben sich im vergangenen Jahr bewährt. Mit den vorgeschriebenen Tausch der Hebekissen in 2017 wurde kurz nach der Anschaffung eine von einer umgestürzten Mauer begrabene Person in Mimberg gerettet. Zum Schutz eines Verletzten vor neugierigen Blicken setzte man die neue Sichtschutzwand bei einem Einsatz in der Regensburger Straße ein.

Intensive Ausbildung für verschiedene Einsatzsituationen

Jeder neue Ausrüstungsgegenstand fordert auch eine intensive Ausbildung der Einsatzkräfte. Zudem muss das vorhandene Material immer in die Übungen mit einbezogen werden. Bei 77 planmäßigen Übungen wurden die Mitglieder der Feuerwehr entsprechend geschult. Insgesamt sind hier rund 5.000 Ausbildungsstunden durch die Feuerwehrleute geleistet worden. Daneben besuchte man überörtliche Ausbildungen wie beispielsweise den Modultag des Dienstbezirks zum Thema Bauunfälle und Waldbrandbekämpfung. Zusätzlich besuchten 16 Kameraden Lehrgänge auf einer der drei Feuerwehrschulen.


Vom Einsatz der Feuerwehr beeindruckt

Beim traditionellen Jahresabschluss blickte die Mannschaft mit dem Kommandanten Christian Eckstein, dem Vorsitzenden Wolfgang Söder und dem Ehrenkommandanten Hans Schrödel auf das vergangene Jahr zurück.

Vorsitzender Söder blickte auf zahlreiche Ausbildungen und Vereinsveranstaltungen zurück. Kommandant Eckstein griff in seinem Rückblick die Einsatzzahl nochmals auf und dankte seiner Feuerwehrmannschaft. Abgeschlossen wurde das bisher einsatzreichste Jahr von insgesamt drei Einsätzen an Heiligabend. Dies hatte zur Folge, dass viele ehrenamtliche Feuerwehrkräfte an diesem besonderen Tag mehr Zeit bei der Feuerwehr verbrachten, als bei ihren Familien. Trotzdem waren die Fahrzeuge bei jedem der Einsätze bis auf den letzten Platz vollbesetzt.

Beeindruckt vom großen Einsatz der Ehrenamtlichen zeigte sich Hans Schrödel. An solche Einsatzzahlen war während seiner Dienstzeit niemals zu denken. Er dankte seiner Feuerwehr für dieses nicht alltägliche Engagement und schloss mit den Worten: „Bei euch läuft alles richtig, macht weiter so!“
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