Zeidlermarkt in Feucht

Am 5. Mai steht Feucht ganz im Zeichen des Mittelalters. Foto: Veranstalter

Kostenlose Führungen im Zeidelmuseum und verkaufsoffener Sonntag

FEUCHT - Am 5. Mai lädt die historische Marktgemeinde wieder zum Zeidlermarkt ein, der heuer bereits in der dritten Auflage stattfindet.

Die Kombination aus Mittelaltermarkt, Angeboten rund um den Honig, Familientag und verkaufsoffenen Sonntag wird auch heuer wieder viele Gäste ins schöne Feucht locken. Die feierliche Eröffnung durch Bürgermeister Konrad Rupprecht und dem Vorstand des Arbeitskreises Feuchter Gewerbe e.V. (AFG), Alexander Hommel, findet um 12.30 Uhr am großen Platz vor der Reichswaldhalle statt. Mit dabei ist auch der KK-Schützenverein Moosbach, der zehn Minuten später den Startschuss geben wird. Für die Organisation zeichnen der AFG und das Zeidel-Museum e.V. verantwortlich. In der Zeit von 13 bis 18 Uhr haben viele Geschäfte ihre Türen im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags geöffnet und laden zum Bummeln, Entdecken und Kaufen ein. Im gleichen Zeitraum wird auch ein Mittelaltermarkt mit mehr als 20 Ständen in der Haupt- und Pfinzingstraße aufgebaut.

Neben Spezialitäten rund um den Honig werden handwerkliche Kunst, Gebrauchsartikel und kulinarische Spezialitäten angeboten. Um 13 Uhr ist ein mittelalterlicher Umzug der Landsgruppe Zeh durchs Feuchter Zentrum geplant. Während des gesamten Nachmittags werden kostenlose Führungen im Feuchter Zeidelmuseum angeboten. Um 14 hält der Historiker Martin Schieber vom Nürnberger Verein „Geschichte für alle“ einen Vortrag in der Reichswaldhalle. Zudem laufen zweimal zwei historische Feucht Filme: „Feucht Originalaufnahmen der Zeidlerfestspiele aus dem Jahre 1950“ um 13 Uhr und 16.30 Uhr sowie „Feucht im südlichen Reichswald“, die Geschichte Feuchts, ein Film von Willi Memmel um 15 Uhr und um 17 Uhr. Ebenfalls im kleinen Saal der Reichswaldhalle wird über die gesamte Veranstaltungszeit eine Präsentation der Figurenbeuten Künstlerin Birgit Maria Jönsson gezeigt. Sie arbeitet gerade an der „Figurenbeute Zeidlarius Norimbergensis“ auf der Nürnberger Burgmauer. Neben dem Wallensteinverein und Ritterhaufen mit Lagerleben und deren Abschlusskampf um 18 Uhr im Bereich des Pfinzingplatzes wird eine Abbordnung der Neumarkter Mittelalterfreude in Gewandung den Zeidlermarkt besuchen und die Besucher über die Geschichte der Oberpfalz im Mittelalter informieren.

Vor dem Rathaus startet um 15 Uhr ein Rundgang durch Feucht. Es führt die Fremdenführerin Daniela Semann (bekannt durch den Feuchter 3 Schlösser Rundweg)  im Kostüm einer Patrizierin und zeigt Sehenswürigen der Marktgemeinde direkt vor Ort. 
Im Foyer sind Arbeiten  der Feuchter Kindergärten zum Thema „Biene“ sowie Werke des Feuchter Themenkunstvereins ausgestellt.

http://www.afgfeucht.de/


Die Macht der Zeidler:

Der Zeidler ist der Vorläufer des heutigen Imkers. Im Mittelalter war er unterwegs in den Wäldern, um nach Honig und Bienenwachs zu suchen. Die Erlaubnis dazu erhielt der Zeidler vom jeweils zuständigen Adel. Die beiden Rohstoffe waren damals sehr wichtig: Honig als einzig bekannter Süßstoff und das Wachs als Rohstoff für die Kerzenherstellung. Deshalb genoss der Zeidler auch besondere Privilegien. Er durfte zur Verteidigung gegen Bären eine Waffe tragen und Honig- oder Wachsdiebe an Ort und Stelle hinrichten. Im Laufe der Zeit kam es immer wieder vor, dass Zeidler Baumstücke mit Bienennestern mit nach Hause nahmen. Der Berufsstand der Imker war geboren.





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