FairTradeTown Schwarzenbruck: news No.3

Was soll ich denn machen? Alleine kann ich doch nichts ausrichten. Alleine kann ich doch nichts verändern. Wie hat schon Roy Black gesungen: Du bist nicht allein …! Und genau so geht es mit FAIR DENKEN und FAIR HANDELN. Wir alle haben die Möglichkeit, etwas zu verändern, etwas zu verbessern. Und wir Alle sind jeder von uns, jeder Einzelne. Jeder, der einkauft. Jeder, der entscheidet. Jeder, der FAIR DENKT und FAIR HANDELT.
Natürlich ist es mühsam - und natürlich geht es nicht immer so, wie wir uns das vorstellen. Aber - und darum geht es heute bei den FairTradeTown news No.3 - wir müssen uns selber fragen, ob wir es uns nicht zu einfach machen. Ob wir wirklich FAIR DENKEN. Und ob wir wirklich FAIR HANDELN.
Die BWL-Professorin Evi Hartmann von der Uni Erlangen-Nürnberg fordert mehr Nachdenken über ethischen Konsum. Sie fordert dies von uns allen. Weil wir alle wieder das Große, das Ganze sind. Mit viel Kraft und einer lauten Stimme.
Wissen wir, wo die Bluse oder das T-Shirt, die/das wir gerade tragen, hergestellt wurde? Eine kleine moralische Frage mit großer Wirkung. Denn alleine das darüber Nachdenken, das Hinterfragen und das schrittweise Ändern des Einkaufsverhaltens ist der richtige Weg. Dieser richtige Weg bedeutet, schon vor dem Einkauf zu überlegen, welche Marke(n) ich kaufe - und in welchen Geschäften. Dies geht natürlich nicht immer - aber die Recherche über Produktion, über Marken, über Nachhaltigkeit bewirkt in der Summe viel.
Die Jeans für € 5,99 kann nicht die Qualität und Nachhaltigkeit haben. Und Nachhaltigkeit heisst längere Lebensdauer und weniger Wegwerf-Mentalität. Und es geht hier nicht nur um Geld. Denn auch preiswerte Anbieter können moralisch arbeiten und arbeiten lassen.
Recherchieren hilft.
Dieses sich Interessieren und dieses Recherchieren gilt natürlich nicht nur für Textil, sondern für alle Produkte. Wir als Konsumenten haben es in unseren Händen, ob die Menschen in den Produktionsstätten weit weg von uns faire Löhne bekommen. Wir entscheiden darüber, ob diese Menschen mit ihrer Arbeit (für uns) davon leben können.
Diese Menschen sind Lohnsklaven, die oft für 50 Cent am Tag 1^4 Stunden unter schlimmsten Bedingungen dafür arbeiten, damit wir für wenig Geld eine schicke Bluse oder ein cooles Handy kaufen können.
Und diese Lohnsklaven sind irgendwie auch unsere Sklaven - weil wir Teil dieser Produktions- und Konsumkette sind. Wir wollen nicht mehr bezahlen, der Unternehmer gibt diesen Preisdruck weiter an den Letzen, an die Letze in dieser Kette.
Wenn man „slaveryfootprint.org“ glaubt, halten wir uns mit unserem (durchschnittlichen) Konsum so an die 50 bis 60 „Sklaven“. Auf dieser Internet-Seite kann man anhand seines persönlichen Konsums ausrechnen, wie viele (Zwangs)Arbeiter für einen arbeiten. Das klingt schaurig, das klingt furchtbar - ist aber wichtig, um die Diskussion über (Konsum)Moral immer wieder neu anzustossen.
Wir müssen die Unternehmen dazu bringen, immer wieder nicht nur über Nachhaltigkeit und Qualitätsmanagement, sondern auch über Moral nachzudenken und entsprechend zu handeln. Das ist unsere Aufgabe, das ist unsere Pflicht als Konsument. Das ist FAIR DENKEN und FAIR HANDELN.
Wir können, wir sollen und wir müssen MORAL wieder zu einem Thema im Lehrplan machen, zu einem Thema unseres Alltags.
Schön, dass es schon viele Aktivitäten auf diesem Feld gibt. Schön, dass die Grundschule in Schwarzenbruck das kommende Schulfest unter das Thema FAIR DENKEN und FAIR HANDELN stellt. Und schön, das am 8. Oktober in der Bürgerhalle eine Modenschau mit FairTrade-Mode stattfinden wird: produziert von Frauen, die als eigene Unternehmer in ihren Ländern nicht mehr Sklaven sind, sondern Partner von uns als Konsumenten. Was für ein schöner Gedanke. Also schon mal vormerken: 8. Oktober in der Bürgerhalle in Schwarzenbruck. FAIR DENKEN, FAIR HANDELN - wir schaffen das.
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