Schwarzenbrucker Kalender Dezember: Druntn aaaf der Säch …

Druntn aaaf der Säch war früher die Keimzelle Schwarzenbrucks. Die Mehrzahl der Bauernhöfe standen auf dem hier zu sehenden südlichen Bereich des jetzigen Kirchweihplatzes. An der Schwarzach befanden sich wie bereits berichtet mehrere Mahlwerke und Hämmer. Sowohl in Ochenbruck, Gsteinach als auch hier in Schwarzenbruck nutzen seit jeher die Menschen die Kraft des Wassers. Schön in den Talkessel geschmiegt entsprang weiter oben eine Quelle, an der man auch mehrere Fischweiher anlegte. Von dort führte auch unterirdisch der Abfluss des Quellwasses durch Holzverschalungen zur Schwarzach.
Von A.W. Faber wurde das gesamte Areal kurz vor 1900 aufgekauft, der die meisten Bauernhöfe dann einreißen ließ, um dem Sägewerk Platz zu machen. Viele Schwarzenbrucker fanden dort Arbeit. Hergestellt wurden die Hüllen für die Bleistiftminen. Der Fabrikant veränderte das Ortsbild Schwarzenbrucks grundlegend. Die Felder südlich, oberhalb der Schwarzach, wurden ab diesem Zeitpunkt nicht mehr bewirtschaftet. Das Gebiet diente den Herrschaften zu Ausritten, wenn sie in den Sommermonaten im Faberschlösschen zu Besuch waren. Auf dem Hügel oberhalb des Platzes errichtete man einen Pavillion, der leider nicht mehr erhalten ist. Heute klettern oft nur noch Kinder hinauf und erfreuen sich der schönen Aussicht. Als das Sägewerk nicht mehr genutzt wurde, konnte die Feuerwehr lange den freien Platz für Übungen nutzen. Schließlich riss man das Gebäude ab, ebnete den Platz ein und schüttete ihn auf. Dankenswerter Weise schenkten die Fabers 1975 die dazu gehörige Insel den Schwarzenbruckern zur 950-Jahr-Feier, um dort ihre Kirchweihfeste feiern zu können.
An die Mühle bzw. die Säge erinnert heute nur noch das zur Stromgewinnung genutzte Wehr des künstlich geschaffenen Wasserarms südlich um die Insel.
Symbolisch für die drei Mühlen (Hämmer) in Ochenbruck, Schwarzenbruck und Gsteinach steht jedoch für immer das rote Mühlrad im Wappen der Gemeinde Schwarzenbruck.
Text von Sonja Gernhart
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