Barockschau in Gößweinstein

Die Schau im Gößweinsteiner Wallfahrtsmuseum vermittelt anhand verschiedener Kunstwerke die Lebensprinzipien zur Zeit des Barock. Foto: oh

GÖSSWEINSTEIN (pm/rr) - „Die ganze Welt ist eine Bühne und alle Männer und Frauen bloße Schauspieler“, meinte einst Shakespeare – für die Epoche des Barock galt diese Anschauung in besonderem Maße. Mit der neuen Ausstellung „Die Welt als Theater: Barock & Rokoko“ präsentiert das Wallfahrtsmuseum derzeit das barocke Lebensprinzip als musealen Höhepunkt zum „Jahr des Barock“ in Gößweinstein.


Vor rund 275 Jahren wurde die Rokoko-Ausstattung der heutigen Wallfahrtsbasilika unter der Federführung von Johann Jakob Michael Küchel, Balthasar Neumanns Co-Architekten, als „heiliges Theater“ und „Neuer Tempel Salomons“ inszeniert – die Ausstellung eröffnet unter anderem per Videostation, Fotos und grafischen Darstellungen auf Rollup einen neuen Zugang. Doch nicht nur allein die sakrale, auch die profane Bühne findet Berücksichtigung. Vor historischem Hintergrund wird die Rolle der barocken Person und die Gestaltung der barocken Umwelt entwickelt, und die Inszenierung eines Fürstbischofs unter dem Thronhimmel veranschaulicht die stellvertretende Funktion des Porträts nebst rechtlicher Bedeutung. Der Untertitel der Ausstellung „Barock & Rokoko“ wird historisch aus seiner Wortbedeutung abgeleitet und in seinen stilistischen wie kulturellen Aspekten dargestellt; die Konfessionalisierung als ein Epochen-Phänomen zeigt sich am Beispiel katholischer Devotionalien.

Die barocke Schau ist bis zum 12. Oktober zu sehen, und zwar Dienstag bis Sonntag von jeweils 10 bis 17 Uhr. Begleitungen durch die Sonderausstellung finden im Rahmen der Donnerstagsführungen (10.30 Uhr) statt, ausgenommen feiertags. Erwachsene zahlen 2 Euro, für Kinder wird kein Eintritt erhoben.
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