„Bewerberlücke wächst“: Wirtschaft wirbt um Schulabgänger

OBERFRANKEN (pm/rr) – Die oberfränkischen Betriebe haben im Jahr 2016 mehr Azubis eingestellt.


Mit 4355 neu abgeschlossenen Lehrverträgen in Industrie, Handel und Dienstleistungen ergibt sich im Kammerbezirk der IHK für Oberfranken ein Plus von 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit setzt sich ein Trend fort, denn schon zum Ausbildungsstart im September 2016 hatte die IHK – als einzige IHK in Bayern – das dritte Plus in Folge bei den Neueintragungen verzeichnet. „Die oberfränkischen Unternehmen zeigen großes Engagement bei der Ausbildung. Jedes Jahr wird es jedoch schwieriger für die Betriebe, ihren Fachkräftenachwuchs zu finden. Die Bewerberlücke wächst“, sagt IHK-Präsident Heribert Trunk. In allen Ausbildungsbereichen – dazu gehören neben Industrie und Handel auch das Handwerk und freie Berufe – blieben in Oberfranken im vergangenen Jahr zum Ausbildungsstart laut Arbeitsagentur-Statistik 871 angebotene Lehrstellen unbesetzt. Im Jahr zuvor waren es noch 747. Gleichzeitig wurden in Oberfranken nur 80 unversorgte Schulabgänger verzeichnet. „Vor allem kleine und mittlere Unternehmen werben intensiv um jeden Schulabgänger und investieren so viel wie noch nie in die Ausbildung. Aufgrund der guten Konjunktur und des absehbaren Fachkräftemangels bieten sie reichlich Lehrstellen an, sie bekommen aber immer weniger Bewerbungen“, so Trunk weiter. Als Hauptgründe nennt der IHK-Präsident die schwindenden Schulabgängerzahlen von Mittel- und Realschulen sowie den Trend zum Studium. Dabei sei eine Ausbildung häufig die bessere Wahl, betont IHK-Hauptgeschäftsführerin Christi Degen: „In den innovativen oberfränkischen Unternehmen haben sowohl Schulabgänger als auch Studienabbrecher hervorragende Karrierechancen.

Mehr als 2200 Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sind im Kammerbezirk der IHK für Oberfranken Bayreuth aktive Ausbildungsbetriebe. Sie stehen für rund zwei Drittel der Ausbildungsverhältnisse in der Region.
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