Energiewende: Preis ging an Forchheim

Reinhold Müller, Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim GmbH, und Franz Stumpf, Oberbürgermeister der Stadt Forchheim und Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke GmbH nahmen den Preis in Berlin gemeinsam entgegen. Foto: oh

FORCHHEIM / BERLIN (pm) - Die Stadtwerke Forchheim haben mit dem Projekt „Wohnen am Stadtpark“ den „Preis der Deutschen Gaswirtschaft für Innovation & Klimaschutz 2014“ in der Kategorie ENERGIEKONZEPTE gewonnen.


Der alle zwei Jahre verliehene Preis wird bereits zum 18. Mal von der ASUE, Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e.V., gemeinsam mit den Verbänden der Gaswirtschaft und Partnern seit 1980 vergeben. Die ASUE fördert die Entwicklung und Verbreitung sparsamer und umweltschonender Technologien auf Erdgasbasis und ist sowohl Ansprechpartner als auch Ratgeber für Unternehmen, Planer, Fachbetriebe, Energieversorger, Gebäudeeigentümer sowie Politik und Verwaltung.

Synergien werden genutzt

Das Siegerprojekt der Stadtwerke ist für alle auf dem ehemaligen Gelände des Hallenbades / Gartenamtes, im Bereich der Bastei-, Merowinger- und Sattlertorstraße in Forchheim sichtbar. An dieser Stelle wurde der Neubau von 48 Reihenhäusern und fünf Mehrfamilienhäusern geplant und realisiert. Gemeinsam mit der Hochschule Amberg-Weiden und weiteren Partnern hat das Unternehmen in der Stadt Forchheim hier ein Nahversorgungskonzept entwickelt, das eine ortsnahe Energieerzeugung und -nutzung und damit verbundene Synergien wie die Abwärmenutzung ermöglicht. In der heimischen Landwirtschaft gewonnenes Bioerdgas wird lokal für die kombinierte Wärme- und Stromversorgung eingesetzt. Mit einem Blockheizkraftwerk (BHKW), das mit einer Leistung von 50 kWel sowie 81 kWth Laufzeiten von nahezu 7.000 Stunden pro Jahr erreicht und zwei Gasbrennwertkesseln mit je 370 kW werden die gesamten Wohneinheiten mit Wärme versorgt; der mit dem BHKW erzeugte Ökostrom (340 MWh pro Jahr) wird größtenteils im Quartier genutzt und die Abwärme in das Heizungssystem eingespeist. So lassen sich jährlich rund 400 Tonnen CO2 einsparen.

Die Jury zeichnet mit diesem Projekt ein Vorhaben aus, das lokale Wertschöpfung erfolgreich mit klimaverträglichem Wohnen verbindet und für die Stadt Forchheim Vorbildfunktion einnimmt – der Preis wurde unter dem Beifall der Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bei der Preisverleihung in Berlin von Oberbürgermeister Franz Stumpf und Reinhold Müller, Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim GmbH sowie EFG Erdgas Forchheim GmbH, persönlich entgegen genommen. Die Präsidentin des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Dr. Anke Tuschek, bezeichnete die Stadtwerke Forchheim als kommunales Unternehmen, das seinen Slogan „Wir lieben Forchheim“ spürbar lebe.

www.forchheim.de
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