Fördermittel: dem 30-jährigen Krieg auf der Spur

Alexander Dietz (Euregio Egrenis), Dr. Birgit Seelbinder (Euregio Egrensis), Landrat Hermann Hübner (Zweckverbandsvorsitzender FSM) und Dr. Jens Kraus (Fränkische Schweiz-Museum / v.l.n.r.) bei der Übergabe des Förderbescheides. Foto: FSMT

TÜCHERSFELD (pm/rr) - Das Fränkische Schweiz-Museum hat für das Projekt „Auf den Spuren des Dreißigjährigen Kriegs. Entwicklung des bayerisch-böhmischen Kulturtourismus“ eine Europafinanzierung durch die Euregio Egrensis erhalten.


Die Präsidentin Dr. Birgit Seelbinder übergab dem Zweckverbandsvorsitzenden Landrat Hermann Hübner persönlich den Förderbescheid. Der freute sich über den sehr hohen Fördersatz von 84% der Gesamtsumme. Während der Übergabe sagte Dr. Seelbinder: „Es freut mich, dass nun auch ein Projekt aus dem westlichsten Bereich der Euregio Egrensis zum Zuge kam.“ Außerdem betonte sie die einstimmige Zustimmung im deutsch-tschechischen Entscheidungsgremium.

Das Projekt ist ein wichtiger Bestandteil des groß angelegten Themenjahres zum Dreißigjährigen Krieg im Jahr 2018. Anlässlich des Kriegsausbruchs vor 400 Jahren widmet sich das Fränkische Schweiz-Museum im kommenden Jahr intensiv diesem Thema. Dabei betrachtet das Museum im Rahmen einer Sonderausstellung die Ereignisse aus Sicht der einheimischen Bevölkerung auf Augenhöhe: Immer wieder erlebten die Bauern wie durchziehende Söldnerhorden ihre Höfe verbrannten oder das Vieh wegführten. Zudem lassen sich durch die große Bevölkerungsbewegung in der Region neue Familiennamen nachweisen. Die Wissenschaftler des Fränkische Schweiz-Museums identifizieren gemeinsam mit ihren Kollegen des tschechischen Partnermuseums in Tachov Exkursionsziele aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges im Projektgebiet Oberfranken und Böhmen. Diese werden zu Tagestouren zusammengefasst und in einer zweisprachigen Broschüre veröffentlicht. Ziel ist der Aufbau eines grenzüberschreitenden Kulturtourismus.
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