Forchheim fährt jetzt elektrisch

Forchheims Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein übergibt die Schlüssel für den neuen BMW i3 an Annett Fleming und Mariana Kemmerth von der Verkehrsüberwachung (v.l.n.r.). Foto: R. Rosenbauer

FORCHHEIM (rr) – Die Verkehrsüberwachung in Forchheim fährt jetzt elektrisch. Dafür wurden zwei BMW i3 geleast, die sich ein Team von acht Personen teilt. Der erste Wagen ist bereits in Betrieb, der zweite ist bestellt.


„Wir hatten schon länger darüber nachgedacht, das Thema E-Mobilität bei der Stadt zu verankern“, betont Oberbürgermeister Dr. Uwe Kirschstein. Ein Elektroauto als Dienstfahrzeug des OB wäre zwar wünschenswert, doch die derzeitigen Konditionen der Hersteller passten noch nicht. E-Fahrzeuge mit großer Reichweite seien momentan noch zu teuer, so Kirschstein weiter.

Trotzdem wollte man in der Stadt die Elektromobilität einführen und habe bei der Verkehrsüberwachung einen passenden Bereich gefunden: Hier geht es ausschließlich um Stadtfahrten und kurze Wege, so dass die etwa 200 Kilometer Reichweite eines i3 gut genutzt werden könnten. Wichtig war der Verwaltung auch, dass der Wagen an jeder Steckdose aufgeladen werden kann und keine spezielle Lade-Infrastruktur geschaffen werden muss.

Die Stadt konnte hier auch auf Erfahrungen des Landkreises zurückgreifen. Dort ist der gleiche Fahrzeugtyp bereits seit drei Jahren in Betrieb. Die ersten Leasingfahrzeuge sind bereits durch andere des gleichen Typs ersetzt worden. „Uns ging es auch um das Thema Lärm und Emissionen“, sagt Kirschstein. „Abgase und Lärm in Innenstädten sind ein großes Thema, und so können wir einen kleinen Beitrag dazu leisten, das zu reduzieren und unseren Fortbewegungsdrang trotzdem umweltfreundlich zu bedienen.“ Auch finanziell wird es sich für die Verkehrsüberwachung lohnen. Das Team fährt im Jahr allein im Stadtgebiet Forchheim rund 20.000 Kilometer, eine Steckdosenladung reicht für 200 Kilometer und kostet rund sieben Euro.
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