Fortschritte beim Bahnausbau

Bald ist es geschafft: Kürzere Reisezeiten sowie mehr Kapazitäten für umweltfreundlichen Güterverkehr sind die vorrangigen Ziele des Bahnausbaus. Foto: DB AG/Hannes Frank

REGION (pm/rr/mue) - Für den viergleisigen Bahnausbau zwischen Forchheim und Erlangen endet die aktuelle Bauetappe am 15. August um 2.00 Uhr. Die neu gebauten Bahnanlagen, darunter die neue zweite Röhre des Burgbergtunnels, werden dann in das Eisenbahnnetz eingebunden.


Noch bis zum Samstag, 13. August, müssen dafür alle Regionalexpresszüge (RE) des Franken-Thüringen-Express (FTX) und alle S-Bahnen zwischen Forchheim und Bamberg durch Busse ersetzt werden. Teilweise fallen bestimmte Regionalexpresszüge (RE) bereits ab Nürnberg nach Bamberg aus. Zusätzlich kommt es zu Haltausfällen an den S-Bahn Stationen Fürth-Unterfarrnbach und teilweise in der Paul-Gossen-Straße, sowie zum Ausfall der Express S-Bahnen Erlangen–Nürnberg.

In einer zweiten Etappe ist die Strecke komplett gesperrt, damit vor allem die Stellwerkstechnik abschließend geprüft werden kann: Vom 13. bis 15. August (3.00 Uhr) werden alle S-Bahnen zwischen Fürth und Bamberg durch Busse ersetzt. Die Züge des Franken-Thüringen-Express entfallen zwischen Nürnberg und Bamberg, als Ersatz stehen den Reisenden zwischen Fürth und Bamberg Busse zur Verfügung. Zwischen Nürnberg und Fürth verkehren S-Bahnen bzw. Regionalzüge anderer Linien.

In der vergangenen Bauetappe wurden diverse Brücken und Haltepunkte fertiggestellt; das zweite S-Bahngleis und das zweite Fernbahngleis über je 3,50 Kilometer Länge zwischen Eltersdorf und Erlangen wurden aufgebaut. Die Strecke erhielt zudem einen neuen Brückenzug über die Autobahn A3, unter anderem mit einer Stahlstabbogenbrücke von 72,5 Metern Spannweite. Außerdem geht der etwa 300 Meter lange zweite Burgbergtunnel in Betrieb – hier entstanden Brücken der Bahnlinie über die Martinsbühler Straße sowie über die Schwabach.

Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (VDE) Nr. 8 umfasst die 500 Kilometer lange Aus- und Neubaustrecke zwischen Nürnberg–Erfurt–Leipzig/Halle und Berlin. Der Bund, die Europäische Union und die Bahn investieren etwa 10 Milliarden Euro. Ziele sind eine künftige Reisezeit von München nach Berlin von etwa vier Stunden sowie eine umweltfreundliche Trasse für den Güterverkehr. Mit Fertigstellung der 230 Kilometer Neubaustrecken soll das Projekt im Jahr 2017 betriebsbereit sein.
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Günther Klebes aus Erlangen | 14.08.2016 | 20:06   Melden
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