Global am Puls der Zeit: Rotary Club Forchheim feierte 40jähriges

Gelebte Völkerverständigung: Dr. Ulrich v. Hintzenstern mit den Rotary Austauschschülern Nettish aus Thailand (l.) und Luis aus Mexiko. Foto: Franka Struve

EBERMANNSTADT (fs/rr) – Im Juni feierte der Rotary Club Forchheim sein 40-jähriges Charterjubiläum. Der Präsident des Clubs, Dr. Ulrich von Hintzenstern, erläutert den Begriff „Charter“. Dabei handelt es sich nicht um das Mieten von Segelyachten, sondern um die Übergabe einer Urkunde, die die Aufnahme eines Rotary Clubs bei Rotary International bestätigt.


Gegründet wurde der Forchheimer Club bereits am 7. Dezember 1976 von Ritter Karl-Heinz von Traitteur im Forchheimer Rathaussaal. Als Patenclub, der den Forchheimern beratend zur Seite stand, agierte damals der Bamberger Rotary Club. So spricht Geert Müller-Seubert vom Rotary Club Bamberg auch vom „großelterlichen Stolz“ und von besonderem Wohlgefallen, mit dem der rotarische Abkömmling bedacht wird. Die Zahl der Mitglieder hat sich seit damals auf 44 verdoppelt.

Von Hilfsaktionen bis Schüleraustausch

Daniela Singer vom benachbarten Rotary Club Fränkische Schweiz überbrachte die Glückwünsche des Distrikts in Vertretung der Govenorin Christine Büring. Sie hob einige der Leuchtturmprojekte hervor, die der Forchheimer Rotary Club erfolgreich durchgeführt hat: Die Porta Vorchheimensis, eine Skulptur in der Fußgängerzone, die er 2002 als Geschenk an die Stadt überreichte; das Rumänien-Hilfsprojekt, bei dem Hilfsgüter von Rotariern nach Carei in Rumänien gebracht und an Bedürftige oder Institutionen (Schulen, Krankenhäuser, Waisenhäuser) verteilt werden; die Ebay-Aktion, bei der gespendete Güter verkauft werden. Der Erlös – fast 50.000 Euro – wird für eine gute Sache gespendet. Das Projekt „Schüler retten Leben“, bei dem fast 600 Kindern Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Herzversagen vermittelt wurden und der Rotary Jugenddienst, der Schüleraustausch in der ganzen Welt organisiert.

Rotary International ist eine Organisation von Angehörigen aller Berufe, die sich weltweit vereinigt haben, um humanitäre Dienste zu leisten, ethisches Handeln zu propagieren, die Jugend zu fördern und sich für Frieden und Völkerverständigung einzusetzen. Leider entspräche das Image des Rotary Clubs nach außen nicht diesen hehren Zielen. Ihm hafte der Ruf eines elitären Altherrenvereins an, zitiert von Hintzenstern einen Artikel der davon handelt wie Vereine zur Marke werden können. Dem setzte er den Begriff der Freundschaft entgegen, die unter den Mitgliedern des Clubs gepflegt wird. „Nun ist die Beziehung von Rotariern in einem Club zueinander sicherlich nicht der von echten Freunden zuzuordnen, hat vielmehr die Qualität guter Bekannter. Die rotarische Gemeinschaft bildet aber einen guten Nährboden für echte Freundschaft“, stellte er fest.

Völkerverständigung auch am Lagerfeuer

Der Zusammenhalt der Rotarier zeigte sich besonders in der Langlebigkeit eines Projektes, dem Jugendcamp, welches zeitgleich bereits zum 39. Mal stattfand. Die Wahl des Veranstaltungsortes fiel auch deshalb auf Burg Feuerstein, weil dort die 40 Jugendlichen aus 21 Nationen während der einwöchigen Veranstaltung untergebracht waren. Die Schüler stammen entweder aus dem Ausland und verbringen ein Austauschjahr in Deutschland oder es sind junge Deutsche, die sich auf ihr Auslandsjahr vorbereiten wollen. Das Programm mit Lagerfeuer, Grillparty, Besuch der Synagoge Ermreuth, Stadtbesichtigungen und Kajakfahren auf der Wiesent schweißt die jungen Menschen zusammen und dient der Völkerverständigung.
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