Hochwasser: Hilfe für Kindergarten

NEUNKIRCHEN AM BRAND - Die Sanierung des durch das Hochwasser im Mai vorigen Jahres überfluteten evangelischen Kindergartens ist nun auch finanziell in trockenen Tüchern: Regierungspräsident Wilhelm Wenning übergab kürzlich den Förderbescheid über den ersten Zuwendungsteilbetrag von 200.000 Euro aus voraussichtlich 376.400 Euro Gesamtfördersumme an Heinz Richter, Erster Bürgermeister der Marktgemeinde.


Richter: „Ich freue mich, dass es doch noch gelungen ist, die Sanierung des Kindergartens in das Bundesprogramm zur Wiederherstellung der vom Hochwasser geschädigten Infrastruktur in den Gemeinden aufzunehmen. Damit wird die Beseitigung der Schäden zu 100 Prozent gefördert; 20.000 Euro konnten bereits durch Spenden abgedeckt werden.“ Das Förderprogramm, das durch Mittelzuweisungen aus dem Ausbauhilfefonds des Bundes finanziert wird, berücksichtigte anfänglich nur Schadensfälle im Einzugsgebiet von Elbe und Donau. Deshalb konnte der ersten Anfrage nach Förderung zunächst nicht entsprochen werden. Später kam grünes Licht aus dem Finanzministerium für eine Erweiterung der Fördergebietskulisse. Davon profitiert nun auch Neunkirchen am Brand.

Das in der Nacht zum 31. Mai 2013 in die Räume des Evangelischen Kindergartens eingedrungene Hochwasser aus dem Brandbach hatte, trotz der von der Feuerwehr aufgeschichteten Sandsäcke, alle Räume überflutet, die Böden und Wände sowie das Mobiliar durchnässt. Nach vorläufigen Schätzungen belaufen sich die finanziellen Aufwendungen auf zirak 396.000 Euro, davon 304.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen am Gebäude. Um vor künftigen Fluten besser geschützt zu sein, erhielten die Türbereiche Hochwasserschotten, der hochwassergefährdete Außenwandbereich wurde mit Flüssigkunststoff abgedichtet. In diese vorbeugenden Maßnahmen investierte der Markt weitere 92.000 Euro. Wenning: „Besonders anzuerkennen ist die Spendenbereitschaft der Bevölkerung, mit deren Hilfe der Träger des Kindergartens die vernichtete Ausstattung, wie Spielsachen, Arbeitsmaterial oder Möbel, ersetzen konnte.“

Die Arbeiten sind inzwischen weitestgehend abgeschlossen, und die drei Kindergartengruppen mit ihren Betreuerinnen konnten in ihre sanierten Räume zurückkehren.
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