Kooperation ermöglicht Autismuszentrum

Beate Drückler, Wohnbereichsleiterin, Günther Allinger, Geschäftsführer, Hans David, Vorstand Stiftung Muschelkinder, Armin Deierling, Vorstand Stiftung Muschelkinder und Ute Häußer, Leiterin des Fachdienstes der Barmherzigen Brüder Gremsdorf (v.l.n.r.). Foto: Barmherzige Brüder

GREMSDORF (js/rr) – Die Stiftung Muschelkinder hat den Barmherzigen Brüdern Gremsdorf 50.000 Euro zum Bau eines Autismuszentrums gespendet.


Binnen eines Jahres ist dies bereits die zweite Geldzuwendung in gleicher Höhe von der Stiftung an die Einrichtung für Menschen mit Behinderung. „Wir unterstützen damit dieses Haus beim Aufbau einer Wohnanlage für zwölf betroffene Menschen“, so Stiftungsvorsitzender Armin Deierling und lobte die vorhandenen Rahmenbedingungen. Hier gebe es die Anbindung an eine Großeinrichtung mit vielen Vorteilen.

Die Barmherzigen Brüder Gremsdorf bieten seit Jahren stationäres Wohnen neben ambulant betreuten Wohnformen. Die Einrichtung verfügt über große Werkstätten mit unterschiedlichsten Arbeitsmöglichkeiten, geht außerdem in ihren Förderstätten sehr individuell auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner sowie auf die betroffenen Frauen und Männer, die extern nach Gremsdorf kommen, ein.

Eine „Durchlässigkeit innerhalb der Wohn- und Arbeitsangebote“ sei ganz wichtig, erklärt Armin Deierling. Uns sei wohl bewusst, dass ein integratives oder sogar inklusives Leben sehr große Herausforderungen an autistisch geprägte Menschen wie auch an ihre Umwelt bedeute. Doch gerade diese Frauen und Männer könnten mit ihren ganz speziellen Fähigkeiten und Fertigkeiten eine Bereicherung sein. Deierling wies zum Beispiel darauf hin, dass es Autisten besonders möglich sei, sich total auf eine Sache zu konzentrieren und sich mit allen Sinnen darauf einzulassen.

Noch nicht klar sei der tatsächliche Baubeginn, erklärt der Geschäftsführer der Barmherzigen Brüder Gremsdorf, Günther Allinger. Ein Förderantrag für die Einrichtung wurde bereits im Jahr 2016 eingereicht. Dieser habe es aber nicht mehr auf die aktuelle Förderliste geschafft. Allinger betonte, dass die mittelfränkische Bezirksregierung das Vorhaben Autismuszentrum „positiv bewerte“. Man warte außerdem noch auf die finanzielle Zusage vom bayerischen Sozialministerium. Sobald die entsprechenden Gelder freigegeben seien, könne sofort mit dem Bau begonnen werde, sagte Allinger.
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