Neues Infozentrum im alten Muggendorfer Bahnhof

Im alten Bahnhof von Muggendorf gibt es geballte Infos über die Fränkische Schweiz. Im Vordergrund ein Modell des Fränkische Schweiz Museums in Tüchersfeld. Foto: R. Rosenbauer

EBERMANNSTADT (pm/rr) - Im neu geschaffenen „Informationszentrum Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst“, das sich im alten Bahnhof von Muggendorf befindet, erhalten Besucher auf einer Fläche von rund 175 Quadratmetern einen Einblick in die facettenreiche Landschaft der Fränkischen Schweiz.


Wanderer, Kletterer und alle anderen großen und kleinen Entdecker können sich dort über die regionaltypische Tier- und Pflanzenwelt, die Geologie, Höhlen und Burgen und nicht zuletzt auch über typisch fränkisches Brauchtum informieren. Mit Hilfe einer Modelleisenbahn wird außerdem die „Dampfbahn Fränkische Schweiz“ präsentiert, die seit nunmehr 40 Jahren durch das Wiesenttal fährt. Ein idealer Ausgangspunkt also, um eine Entdeckungstour durch den Naturpark zu beginnen.
 
Mit einer Fläche von über 2.300 Quadratkilometern gilt der Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst als einer der größten in ganz Deutschland. Er umfasst den gesamten Naturraum der nördlichen Frankenalb vom Obermaintal bei Lichtenfels im Norden bis zum Pegnitztal bei Hersbruck im Süden. Kernland ist die traditionsreiche Ausflugs- und Urlaubsregion Fränkische Schweiz mit ihrem Hauptfluss, der Wiesent, und dem Veldensteiner Forst, einem der größten geschlossenen Waldgebiete in Bayern. Dazu kommen Oberes Maintal, Hersbrucker Alb und Oberpfälzer Jura.

Die romantische Mittelgebirgslandschaft ist ein absolutes Dorado für Wanderer: Eine juratypische Vegetation mit Mischwäldern und Karstheiden gibt dieser Landschaft ihr unverwechselbares Gesicht – ebenso wie die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. So gibt es zum Beispiel rund 40 Orchideen-Arten im Naturpark, und mit ein wenig Glück sehen Besucher auch seltene Greifvögel, die in den steilen Wänden der Riff-Felsen ideale Nistplätze finden.
 
Das Gebiet gilt als das felsen- und höhlenreichste in ganz Deutschland außerhalb der Alpen. Einzigartig in Europa ist die Karstlandschaft der Kuppenalb mit ihren Dolomitknocks und bizarren Felsnadeln. Die Pegnitzalb und der Forchheimer Albtrauf sind außerdem die Regionen mit der höchsten Geotop- und Biotopdichte des außeralpinen Bayerns.
 
Diverse Tiere und Pflanzen, die in der Region beheimatet sind, gibt es an keinem anderen Ort auf der Welt. In Deutschland wurden bislang insgesamt 32 dieser so genannten endemischen Pflanzen katalogisiert, davon finden sich allein 26 in Bayern – und davon wiederum 15 ausschließlich in der nördlichen Frankenalb. Diese ist nicht umsonst das Zentrum des Vorkommens „bayerisch-fränkischer Endemiten“.

Weiterführende Informationen zu Wanderwegen, Kletterkonzeptkarten sowie Naturerlebnissen gibt es im Internet unter:

www.naturparkinfo.de bzw. www.fsvf.de
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