Neues Kompetenzzentrum eingeweiht

Zeigten sich beeindruckt von den schönen Wohngemeinschaften im neuen Kompetenzzentrum: Prof. Dr. Rainer Drewello (Doktor Robert Pfleger-Stiftung), Oberbürgermeister Franz Stumpf, Johannes Kraus (Leiter des Kompetenzzentrums), Rektor Hermann Schoenauer (Leiter der Diakonie Neuendettelsau), Ltd. Ministerialrat Andreas Ellmaier (Leiter Pflegeforschung Pflegewirtschaft im Bayer. Staatsministerium für Gesundheit und Pflege), Architekt Eckhardt Feddersen und Projektleiter Richard Winkler (v.l.n.r.). Foto: oh

FORCHHEIM (pm/mue) - Die Diakonie Neuendettelsau hat nach rund zweijähriger Bauzeit das neue Kompetenzzentrum „Beraten-Wohnen-Pflegen“ in Forchheim feierlich eingeweiht.


Nach dem Kompetenzzentrum in Nürnberg sei dies das zweite Leuchtturm-Projekt der Diakonie Neuendettelsau für Menschen mit Demenz, so Prof. Dr. h.c. Hermann Schoenauer, Rektor der Diakonie Neuendettelsau, in seiner Ansprache zur offiziellen Eröffnung. In die großzügige Anlage auf dem insgesamt etwa 11.000 Quadratmeter großen Grundstück wurden über 17 Millionen Euro investiert; der Gebäudekomplex besteht neben dem stationären Wohn- und Pflegebereich mit acht Wohngemeinschaften aus zwei weiteren Gebäuden mit barrierefreien Wohnungen und Gewerbeflächen. Schoenauer dankte Prof. Rainer Drewello, Stiftungsratsvorsitzender der Doktor Robert Pfleger-Stiftung, Bamberg, für die Kooperation – die Stiftung unterstützte den Bau mit rund 2,9 Millionen Euro. Weitere Fördergelder in Höhe von 900.000 Euro kamen von der Bayerischen Landesstiftung, 276.000 Euro steuerte zudem die Deutschen Fernsehlotterie bei. Und: Eine Privatperson aus Erlangen spendete für die räumliche Ausstattung der Kapelle 150.000 Euro. „Das neue Kompetenzzentrum der Diakonie Neuendettelsau ist in jeder Hinsicht vorbildlich“, sagte Forchheims Oberbürgermeister Franz Stumpf. Dadurch werde sich die Situation für Menschen mit Demenz in Forchheim und in der Umgebung deutlich verbessern.

Individualität im Mittelpunkt

Das von Architekt Eckhard Feddersen (Berlin) entworfene Gebäude des Kompetenzzentrums orientiert sich an den neuesten Forschungen und Erkenntnissen in der Pflege und Behandlung von Menschen mit Demenz. In drei hellen, architektonisch anspruchsvoll durchgestalteten Gebäudeteilen entstand Raum für 95 Menschen mit Demenz; die meisten von ihnen wohnen in Einzelzimmern. Bestimmt ist das Haus für Menschen, die im Alltag nicht mehr zurechtkommen, weil sie zum Beispiel weglaufgefährdet sind und daher einen erhöhten Betreuungsbedarf haben. Die Bewohner leben in kleinen Wohnstrukturen mit jeweils zwölf Plätzen, die für die Mitarbeitenden in einer größeren Organisationseinheit verbunden sind. „Die Bereiche sind den unterschiedlichen Lebensstilen der Bewohner entsprechend gestaltet, der Mensch mit seinen individuellen Bedürfnissen steht dabei im Mittelpunkt“, so Feddersen. Der BArchitekt hatte bereits das Kompetenzzentrum in Nürnberg entworfen und zeichnet auch für das Kompetenzzentrum „Beraten-Wohnen-Pflegen“ in München verantwortlich, das die Diakonie Neuendettelsau gemeinsam mit der Arbeiterwohlfahrt (AWO) München baut und das im April eingeweiht werden soll.
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