OB-Wahl Forchheim / Teil 3: "Schuldenabbau oder Neuverschuldung?"

FORCHHEIM (mue) - Zur Oberbürgermeisterwahl 2014 stellt MarktSpiegel Online den Leserinnen und Lesern die Kandidaten aus Forchheim vor – und zwar in Form eines "Langzeit"-Interviews. Das bedeutet: Jeden Tag stellen wir eine andere Frage und lassen alle Kandidaten darauf antworten. Im Zuge der Gleichbehandlung täglich in geänderter Reihenfolge – sowohl bildlich, als auch schriftlich. Lesen Sie heute:


Schuldenabbau oder Neuverschuldung: Wo bzw. wie sehen Sie den kommunalen Haushalt im Jahr 2020?

Sebastian Körber (FDP): Ziel muss es sein, 2020 nahezu keine Schulden mehr zu haben. Dies sind wir unseren Kindern und Enkelkindern schuldig, denn die können sich aktuell noch nicht wehren. Deshalb will ich auch deren Anwalt sein.

Dr. Uwe Kirschstein (SPD): Die kommunalen Einnahmen basieren im Wesentlichen auf der Einkommenssteuer und der Gewerbesteuer. Die Anwerbung von Gewerbetreibenden und Industrie wird fortgeführt – allerdings unter besonderer Berücksichtigung des Verhältnisses zwischen Flächenverbrauch und zu erwartender Arbeitsplätze. Hierbei soll insbesondere die Leiharbeit vermieden werden. Zusätzlich wird der Wohnungsbau vorangetrieben, sodass Forchheim attraktiv für Zuzug neuer Einwohner wird.

Franz Stumpf (CSU): Die Pro-Kopf-Verschuldung soll auf 500 Euro gesenkt werden.

Manfred Hümmer (FW): Bedingt durch die zahlreich anstehenden Projekte bzw. Vorhaben (Umrüstung Straßenbeleuchtung auf umwelt- und energiefreundlichere Systeme, Schulneubau Kersbach, Sanierung von anderen Schulen und Kindertageseinrichtungen, Sanierung Rathaus, Sanierung oder Neubau i.S. städt. Kulturhalle bzw. Stadthalle, Umsetzung Hochwasserschutzmaßnahmen im gesamten Stadtgebiet, finanzielle Beteiligung der Stadt im Zusammenhang mit dem Ausbau des ICE-Streckenabschnittes Forchheim, infrastrukturelle Vorleistungen bei der Erschließung neuen Wohnraums etc.) wird es trotz momentan guter Umlagekraft (u.a. durch Gewerbesteuer- / Einkommensteuereinnahmen) nicht zu vermeiden sein, dass es zu einer Neuverschuldung kommen wird.


Lesen Sie am Montag, was die Welt nach Meinung der OB-Kandidaten besonders braucht und worauf sie "locker" verzichten könnten.

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