Passionskrippenausstellung in Forchheim

Die ausgestellten Stücke zeigen viel Liebe zum Detail. Fotos (2): Rosenbauer

Filigrane Kunst: Szenen vom Leiden Jesu in der Marienkapelle

FORCHHEIM (rr) - Noch bis 14. April ist in der Marienkapelle vor der Kaiserpfalz die Passionskrippenausstellung „… und die Welt ward erlöst.“ des Krippenbaumeisters Karl-Heinz Exner zu sehen.

Der 70-Jährige Bischberger zeigt dort 13 kostbare und einzigartige Passionskrippen. Die unterschiedlichen Szenen entwirft Exner zu jeder Ausstellung neu, bereits zum 8. Mal können die Forchheimer nun schon die filigranen Krippen bewundern. Mit der detailgetreuen Darstellung der biblischen Ereignisse rund um die Osterzeit möchte der Krippenbauer die Besucher „auf die Passion einstimmen“, den Leidensweg veranschaulichen und die Auferstehung feiern. Oft sind die Krippen orientalisch gestaltet: Eine Besonderheit in diesem Jahr ist eine Krippe aus gegerbter Kamelhaut, die Exner aus Sharm el Sheikh (Ägypten) mitgebracht hat. Das Leder wurde weich gemacht, über eine Form gedrückt und gepresst, dann bemalt.

Exners Faszination für Krippen begann bereits im Kindesalter – eine Nachbarin zeigte dem damals Siebenjährigen kurz vor Weihnachten ihre Familienkrippe. Damit er die Bedeutung verstand, erzählte sie ihm vorher die Weihnachtsgeschichte. Anfang Januar 1949 schenkte die Frau ihm eine Schachtel mit Krippenfiguren und legte damit die Grundlage für eine inzwischen mehr als 60 Jahre dauernde Leidenschaft.

Zu Exners Besonderheiten gehören aber auch Laternenkrippen: In einer hölzernen Laterne ist eine kleine Szene zu sehen, die sogar beleuchtet werden kann. Einige Exemplare werden auch in der Ausstellung gezeigt.

Die Ausstellung ist täglich von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet.



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