Schülerin aus Ebermannstadt gewinnt beim Wettbewerb gegen Komasaufen

„bunt statt blau“ - unter diesem Motto beteiligten sich 10.500 Schüler am bundesweiten Plakatwettbewerb gegen das „Komasaufen“ bei Jugendlichen. Siegerklasse vom Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt. (Foto: Gerhard Vogel/DAK)
10.500 junge Künstler beteiligen sich an der Kampagne zum Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen

EBERMANNSTADT (pm/nf) - „bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr 10.500 Schüler am bundesweiten Plakatwettbewerb gegen das „Komasaufen“ bei Jugendlichen. Siegerin 2015 in der Region Forchheim und Umgebung wurde Antonia Schmaus aus der Klasse 10 e vom Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt. Jetzt wurden die Preise der gemeinsamen Kampagne der Krankenkasse DAK-Gesundheit und der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler verliehen. Die Regionalgewinnerin erhält eine Urkunde, eine Collegetasche und ein Fitnesshandtuch. Ferner gibt es eine Spende für die Klassenkasse.


Schulleiter Erhard Herrmann freut sich über die teilnehmenden Schüler aus seiner Schule: „Im Kampf gegen Alkoholmissbrauch klärt der Wettbewerb ohne erhobenen Zeigefinger auf. Wenn sich Jugendliche intensiv und kreativ mit dem Thema beschäftigen, hat dies meist positive Folgen. Viele Teilnehmer gehen vernünftiger mit Bier, Schnaps oder Wein um und haben so auch eine wichtige Vorbildfunktion für andere Jungen und Mädchen.“ „Die Ideen der jungen Künstler zum Thema Alkoholmissbrauch sind auch im sechsten Wettbewerbsjahr beeindruckend“, sagt Gerhard Vogel von der DAK-Gesundheit. „Jedes Bild hat eine eigene Botschaft, mit denen die Teilnehmer auf Risiken des Rauschtrinkens aufmerksam machen.“ Wichtig für die Jury sei gewesen, unter dem Titel „bunt statt blau“ auch Auswege und Alternativen zu zeigen. Das sei das Besondere dieser erfolgreichen Präventionskampagne.

Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2013 wieder mehr als 23.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Auch in der Region Forchheim und Umgebung gab es 49 Betroffene. Weil die Zahl der „Komasäufer“ seit 2000 bundesweit stark gestiegen ist, laden DAK-Gesundheit, Bundesdrogenbeauftragte und regionale Schirmherren seit sechs Jahren Jugendliche zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Aktion mit inzwischen mehr als 72.000 Teilnehmern gilt laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt mehrere Auszeichnungen. Im Juni wählte eine Bundesjury mit der Band „Luxuslärm“ die Bundesgewinner 2015. Sieger wurde ein Schüler aus Brandenburg mit seinem Plakat, auf dem ein Buntstift einen roten Alkohol-Teufel in einer Flasche gefangen hält.
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