Touristenmagnet: Ostern in der „Fränkischen“

Der Osterbrunnen in Bieberbach gleicht alljährlich einer Pilgerstätte – die kunstvoll bemalten Eier ziehen Touristen aus der ganzen Welt an. Foto: Archiv / R. Rosenbauer

EBERMANNSTADT - In rund 200 Orten der Fränkischen Schweiz sind von Karfreitag (teilweise sogar schon eine Woche vorher) bis etwa zwei Wochen nach Ostersonntag hunderte Brunnen mit Tausenden bunt bemalter Eierschalen, Blumen, Kränzen und Girlanden geschmückt. Ein Brauch, der hier über 100 Jahre alt ist und mittlerweile in andere Gegenden (z.B. Hamburg, Dresden, München) „exportiert“ wurde.


Als Besonderheit gilt dabei der Osterbrunnen in Bieberbach, Gemeinde Egloffstein. Er wurde schon zwei Mal im Guinness-Buch der Rekorde als „größter Osterbrunnen der Welt“ (mit genau 11.108 Eierschalen von Enten, Gänsen und Hühnern) verewigt. Eine Attraktion, die jährlich über 30.000 Gäste innerhalb drei Wochen in den kleinen Ort lockt.

Berühmt ist auch der Osterbrunnen in Heiligenstadt – dort wird am Osterwochenende der Marktplatz zum Festplatz; mit Musik- und Tanzdarbietungen und Markt in der Woche nach Ostern. Am Gründonnerstag wird der Osterbrunnen in Heiligenstadt übrigens ab 14 Uhr geschmückt.

Im Birkenreuther Brunnenhaus (Gemeinde Wiesenttal) gibt es als Besonderheit der Region ab Ostersamstag eine „Osterkrippe“ zu bewundern; und am Palmsonntag – genau eine Woche vor Ostern – schmücken schließlich die Muggendorfer ab etwa 13.30 Uhr ihren Brunnen. Außerdem werden dann handbemalte Eier verkauft.
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