Gemeinsam gegen Fettleibigkeit

Laut dem DAK Adipositasreport ist jeder vierte Erwachsene in Deutschland fettleibig. Symbolfoto: (c) Shutterstock

FORCHHEIM (pm/rr) –An jedem dritten Donnerstag im Monat lädt das Klinikum Forchheim um 19.30 Uhr in den Konferenzraum im Untergeschoss gemeinsam mit der Adipositas Selbsthilfegruppe zu einem Treffen ein, um sich über die Krankheit chronische Fettleibigkeit zu informieren und sich auszutauschen.


Laut dem DAK Adipositasreport ist jeder vierte Erwachsene in Deutschland zwischen 18 und 79 Jahren fettleibig. Das sind rund 16 Millionen Menschen, die in einem Maße übergewichtig sind, dass es ihrer Gesundheit schadet. 2016 verzeichnete das Forchheimer Krankenhaus einen Neuzugang von 150 Patienten, die krankhaft adipös sind. Bei ihnen liegt der Körpermasseindex (BMI) bei 35 kg/m² oder höher. Viele Betroffene erhoffen sich durch eine Operation eine Lösung.

Laut dem Barmer Adipositasreport konnte im Rahmen einer Studie aus dem Jahr 2015 belegt werden, dass knapp 50% der chirurgischen Patienten auch noch fünf Jahre nach den Eingriffen einen Rückgang der Diabeteskrankheitssymptome, eine Begleiterkrankung von Adipositas, gemessen anhand der glykämischen Kontrolle aufwiesen, während dies auf keinen der ausschließlich unter ärztlicher Grundversorgung stehenden Patienten zutraf. Dr. Michael Sturm, Oberarzt der Allgemeinchirurgie, erläutert: „Wir wollen Betroffene aufklären bevor sie zum ersten Mal in die Sprechstunde kommen. Nicht immer sind alle Voraussetzungen gegeben, um die Genehmigung für einen chirurgischen Eingriff durch die Krankenkasse zu erhalten.“ So müssen die Erkrankten nachweisen, dass sie zwischen sechs und zwölf Monate lang das gesamte Spektrum der konservativen Behandlung von Ernährungs-, Bewegungs- und Verhaltenstherapie ausprobiert haben – ohne Erfolg.

An dem Informationsabend werden konservative und operative Maßnahmen zur Gewichtsreduktion aufgezeigt. Die Leiterin des Ernährungs- und Diabetesteams, Dr. Elisabeth Dewald, bietet eine engmaschige ernährungstherapeutische Betreuung an. Es gibt sogar ein Einkaufstraining, um im Supermarkt nicht auf „Fettbomben“ und „Zuckerbunker“ hereinzufallen. Abnehmkurse in Einzel- und Gruppenschulungen sowie gezielte Bewegungsprogramme runden das Angebot ab.

Der Zugang ist barrierefrei, kostenpflichtige Parkplätze sind auf dem Klinikgelände ausreichend vorhanden. Die Teilnahme ist unverbindlich und kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Das nächste Treffen findet am Donnerstag, 20. April um 19.30 Uhr statt.
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